Bei einer Suche nach Weltkriegsrelikten in Südpolen entdeckten Hobby-Forscher ein altes Schwert, das tief in der Erde verborgen lag und möglicherweise aus der Zeit des Römischen Reichs stammt. Doch wem gehörte es einst? Archäologen stehen nun vor einem historischen Mysterium. Das Artefakt war in drei Teile zerbrochen, was darauf schließt, dass es eine Grabeingabe gewesen sein könnte.
Überbleibsel der Vandalen-Krieger? Historische Entdeckung im polnischen Jura
Was die Mitglieder des Geschichtsclubs Inventum Association im Januar fanden, versetzte sie in Erstaunen. Sie suchten im polnischen Jura mit Metalldetektoren nach Spuren des Rückzugs polnischer Truppen im September 1939, als bei einem der Metalldetektoren ein Piepen ertönte: „Irgendwann hörte einer meiner Freunde ein bestimmtes Signal und beschloss nachzuschauen, was im Boden versteckt war. Nach der Freilegung des Ganzen hat sich herausgestellt, dass zwei Teile des zerbrochenen Schwertes sichtbar waren“, wird Mariusz Włudarz, Vertreter des Vereins Inventum, im polnischen „National Geographic“ zitiert.
Die Forscherinnen und Forscher des nahegelegenen Museums von Częstochowa vermuten, dass das Metallschwert möglicherweise eine Grabbeigabe für einen gefallenen Krieger aus dem Stamm der Vandalen war. Diese Art von Waffe, die zweischneidige Spatha, wurde während der Zeit des Römischen Reiches vor allem von germanischen Reiterkriegern genutzt.
Vom 3. Jahrhundert v. Chr. bis zum 5. Jahrhundert n. Chr. war das Gebiet des heutigen Polens von den Menschen der Przeworsk-Kultur bewohnt, zu denen auch die Vandalen zählten. Das entdeckte Schwert wird den ersten Analysen zufolge auf die Zeit zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert n. Chr. datiert, erklärte Włudarz.
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Nach Sensationsfund in Polen: Museum untersucht Herkunft des Schwertes
Nach der Entdeckung des Metallschwertes wurde bereits eine erste Durchsuchung des Fundortes durchgeführt. Dabei konnten jedoch keine weiteren Artefakte gefunden werden, die mit der vermuteten Bestattung des Vandalen-Kriegers in Verbindung standen. Etwas weiter entfernt stießen Sondengänger jedoch auf eine mittelalterliche Axt sowie Sporen aus einer späteren Epoche.
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Alle Funde wurden nun ins Museum von Częstochowa gebracht, wo derzeit umfassende Untersuchungen stattfinden. Die Wissenschaftler sind bestrebt, sowohl die Details der Kriegerbestattung als auch den Ursprung des Schwertes zu klären. „Nicht nur im Jura, sondern in ganz Polen birgt das Land noch viele Geheimnisse, deren Entdeckung von vielen Faktoren abhängt. Einer davon ist das Wissen, aber hier war es ein Glücksfund, denn wir haben eine solche Entdeckung nicht erwartet“, so Włudarz.






