Die Gründung der Stadt Philippi geht auf das Jahr 356 v. Chr. zurück und erfolgte durch König Philipp II. von Makedonien, den Vater Alexanders des Großen. Philippi entwickelte sich damals zu einem wichtigen politischen, militärischen und wirtschaftlichen Zentrum. Besonders bekannt ist die Stadt für die Schlacht im Jahr 42 v. Chr., in der die Truppen von Octavian und Mark Anton die Anhänger von Caesar‘s Mördern, Brutus und Cassius, besiegten. Doch wie bedeutsamen die Geschichte der antiken Stätte wirklich ist, belegten nun Funde, die während laufenden Brandschutz- und Wasserverteilungsarbeiten gemacht wurden.
Mittelalterliche Artefakte belegen: So lange war Philippi wirklich eine bedeutsame Stadt
Zu den jüngsten Entdeckungen gehören ein großes öffentliches Gebäude mit in die Mauern integrierten Überresten einer Statue eines jungen Mannes, Werkstätten, Wohnbereiche sowie die sogenannten Thermen. Diese Funde haben bedeutende Erkenntnisse über die urbane Entwicklung der Stadt und ihre kontinuierliche Besiedlung weit über das 6. Jahrhundert n. Chr. hinaus geliefert, wie die griechische Nachrichtenagentur AMNA berichtet.
Besonders hervorzuheben ist dabei die Statue, die zusammen mit den anderen Entdeckungen neue Einblicke in die Anordnung und Funktion der Gebäude von der frühen Bauphase der Stadt bis in spätere Perioden ermöglicht hat. Die bisher freigelegten Funde, die aus dem 9. bis 11. Jahrhundert n. Chr. stammen, belegen, dass Philippi auch im Mittelalter eine lebendige und besiedelte Stadt blieb und nicht aufgegeben wurde.
Griechenland: Archäologische Integrität der Stätte soll weiterhin gewahrt bleiben
Ein aktuelles Brandschutzprojekt wahrt die archäologische Integrität der Stätte und setzt fortschrittliche geophysikalische Methoden ein, um verborgene Strukturen zu kartieren. Diese Technologien ermöglichten die präzise Verlegung von Rohrleitungen innerhalb des Sicherheitsbereichs, ohne die bedeutenden Altertümer zu beschädigen. Die geophysikalischen Untersuchungen wurden unter der Leitung von Professor Gr. Tsokas von der Aristoteles-Universität Thessaloniki durchgeführt. Die Arbeiten der Wissenschaftler soll eine schonende Integration moderner Infrastruktur für den Standort gewährleisten, heißt es.
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Die archäologische Stätte von Philippi erstreckt sich über eine Fläche von etwa 60 Hektar und umfasst bedeutende antike Monumente wie das Theater, die Agora und die Basilika B. Seit ihrer Aufnahme in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes im Jahr 2016 hat sich die Besucherzahl erheblich erhöht. Zukünftige Ausgrabungen werden mit großem Interesse erwartet, um weitere Einblicke in die Geschichte und das kulturelle Erbe dieser Stadt zu gewinnen.


