Archäologen haben im Zoo der südchinesischen Stadt Guangzhou einen spektakulären Fund gemacht: Die Wissenschaftler entdeckten bei Ausgrabungsarbeiten eine Begräbnisstätte mit 148 antiken Gräbern, die bis zu 2100 Jahre alt sind. Die Gräber stammen unter anderem aus der Han-Dynastie, die das chinesische Kaiserreich von 200 v. Chr. bis etwa 200 n. Chr. regierte. Auch aus späteren Jahrhunderten wurden archäologische Artefakte aus dem alten China entdeckt.

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Die Ausgrabungen fanden von April bis Juli 2024 statt und brachten neben den Gräbern insgesamt 196 Artefakte zutage, darunter Keramiken und Porzellan sowie Kunsthandwerk aus Bronze und Jade. Zu den bedeutsamsten Funden zählt ein Grab aus der Jin-Dynastie (317 bis 420 n. Chr.) und ein Grab aus der Zeit der Südlichen Dynastien (420 bis 589).
Bei dem Jin-Grab handele sich um das größte und besterhaltene Grab seiner Zeit; es sei über zehn Meter groß – und obwohl neben dem Eingang ein Loch von Grabräubern gefunden wurde, sei die Grabkammer größtenteils intakt, so Cheng Hao, Sprecher des regionalen Kultur- und Archäologiebehörde. In dem Grab aus der Zeit der Südlichen Dynastien sei ein verheiratetes Paar bestattet worden.
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Archäologie in China: Fund lüftet Geheimnisse um hoch-komplexen Friedhof
Der Fund der beiden Gräber gebe wichtige Hinweise darüber, wie sich die Begräbniskultur im Laufe der Zeit verändert habe und welche Bauweisen dabei verwendet wurden. Für die Forscher besonders interessant: Die Ausrichtung der Gräber folgt einem bestimmten Muster – ein Hinweis darauf, dass es sich bei der Begräbnisstätte um einen hoch-komplexen Friedhof handele, in dem sich das gesellschaftliche Gefüge der damaligen Zeit widerspiegele..
Guangzhou, auch bekannt als Kanton, ist mit 16 Millionen Einwohnern die größte Stadt im sogenannten Perlflussdelta und hat mit dem Mausoleum des Königs von Nanyue bereits eine bedeutsame archäologische Stätte. Auch der Zoo von Guangzhou gilt als wichtiger Fundort historischer Relikte: Insgesamt 500 Gräber konnten auf dem Areal des Zoo bereits gefunden werden.

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bee/fmg







