• Seit einigen Jahren analysiert ein Supercomputer die ESC-Geschichte, um den Prototyp eines Sieger-Acts zu ermitteln
  • Demnach gibt es sechs klare Erfolgsfaktoren – drei Acts erfüllen beim ESC 2026 einen Großteil davon
  • Kann die Künstliche Intelligenz einen deutschen Triumph vorhersagen?

Jedes Jahr stellt sich dieselbe Frage: Wer gewinnt den Eurovision Song Contest? Leicht zu beantworten ist sie nicht. Seit 1956 bringt Europas schrillstes Pop-Spektakel Begeisterung, Erwartungen und große Namen auf die Bühne. Doch während Wettbüros und Fanforen auch 2026 auf ihre eigenen Prognosen setzen, glaubt man in Großbritannien eine präzisere Methode gefunden zu haben: einen Supercomputer.

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Das Online-Wettportal „MyBettingSites.co.uk“ hat diesen auf die 70-jährige ESC-Geschichte losgelassen, um auszurechnen, welche Eigenschaften ein typischer Sieger-Act mitbringt. Das Ergebnis ist weniger Zauberei als datengetriebene Mustererkennung – und steckt doch voller überraschender Hinweise.

Wer gewinnt den ESC 2026? Supercomputer macht gewagte Prognose

Nach der Analyse ist klar: Der klassische ESC-Sieger

  • war in 55,6 Prozent aller Fälle weiblich
  • trat in 73,2 Prozent der Fälle solo auf
  • sang in 60,3 Prozent der Fälle über Liebe oder Beziehungen
  • sang in 50 Prozent der Fälle auf Englisch
  • trat in 44,4 Prozent der Fälle mit einem Popsong an
  • war im Schnitt zwischen 25 und 27 Jahre alt

Der Supercomputer legte diese Kriterien nun auf die diesjährigen Beiträge an und ermittelte drei klare Favoriten: Delta Goodrem aus Australien, DARA aus Bulgarien und die deutsche Teilnehmerin Sarah Engels.

Eurovision Song Contest 2026 - Das Finale aus Wien
Sarah Engels tritt beim ESC in Wien mit dem Song „Fire“ für Deutschland an.© ARD/SWR/Claudius Pflug | SWR - Südwestrundfunk
  • Delta Goodrem tritt mit dem Song „Eclipse” für Australien an. Sie erfüllt gleich fünf der typischen Merkmale: Sie ist weiblich, tritt solo auf, singt Pop, auf Englisch und thematisiert die Liebe.
  • DARA repräsentiert Bulgarien mit dem Song „Bangaranga“. Auch sie ist weiblich, Solokünstlerin, singt Pop, auf Englisch und ist aktuell 27 Jahre alt.
  • Sarah Engels vertritt Deutschland mit dem Song „Fire“. Und erfüllt die Merkmale: weiblich, tritt solo auf, singt Pop, auf Englisch und über Liebe.

Statistisch gesehen ist eine der Künstlerinnen somit die idealtypische ESC-Gewinnerin für das Jahr 2026. Der Supercomputer räumt der Bundesrepublik somit realistische Chancen beim diesjährigen Eurovision Song Contest ein.

ESC-Gewinner 2026: Streaming- und Social-Daten liefern ein anderes Bild

Der Algorithmus mag auf Mustern bestehen, doch in der Realität entscheiden oft die Bühne, das Bauchgefühl und das Publikum. Und natürlich: die Reichweite. „MyBettingSites“ hat daher zusätzlich zu den historischen Daten auch die Social-Media- und Streamingzahlen der ESC-Acts ausgewertet – als Gradmesser für die Popularität der Acts vor dem Wettbewerb.

  • Mit 23,6 Millionen Streams auf Spotify führt Italiens Beitrag „Per Sempre Si“ von Sal Da Vinci.
  • Auf YouTube liegt Zypern vorn: Der offizielle Clip zu „Jalla“ von Antigoni ist mit über 4,9 Millionen Views das meistgesehene Musikvideo des Jahrgangs.
  • Sarah Engels ist die populärste Künstlerin auf Instagram (1,8 Mio. Follower), dahinter folgen Delta Goodrem für Australien (750.000 Follower) und Italiens Sal Da Vinci (650.000 Follower).
  • Auch bei TikTok liegt Sarah Engels vorn (über 731.000 Follower, 7,5 Mio. Likes), dahinter kommen Italiens Sal Da Vinci (650.000 Follower) und Zyperns Antigoni (615.000 Follower).

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Selbstverständlich sind weder Supercomputer noch Follower-Zahlen eine Garantie für den Sieg – der ESC bleibt unberechenbar. Im vergangenen Jahr sagte derselbe Superrechner Sissal aus Dänemark mit ihrem Song „Hallucination“ den Sieg voraus. Sie belegte im Finale jedoch nur Platz 23.

Ob Deutschland, Australien, Bulgarien oder doch ein Überraschungssieg wartet – entschieden wird wie immer live auf der Bühne und nicht in der Statistik.