Netzsicherheit

Gefahren von Smartphones

Die App WhatsApp

Die App WhatsApp

Foto: WAZ FotoPool

Dortmund.   Sie sind bei jungen Leuten äußerst beliebt und zählen beinahe zur Grundausstattung eines Jeden: Smartphones. Doch Gefahren lauern bei der Nutzung an vielen Ecken, auch wenn diese auf den ersten Blick nicht direkt ins Auge stechen.

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Smartphones können in der heutigen Zeit zum Problem und zu einer großen Gefahr für Kinder und Jugendliche werden. Zum einen werden die Mobilfunknetze als nicht ganz gefahrlos eingestuft. Meist sind die Eltern auch nicht darüber informiert, was die Kinder mit ihrem Handy machen oder was für Gefahren entstehen können.

Es gibt viele verschiedene Gefahren in Bezug auf Smartphones, wie beispielsweise unbemerkte Kosten oder versteckte Viren. Auch unvorsichtiges Verhalten in sozialen Netzwerken gehört dazu. Ungewollte kosten können ganz leicht entstehen, schon bevor man das Smartphone überhaupt verwendet, da viele Handyverträge unübersichtlich sind und das sogenannte Kleingedruckte übersehen wird. Zudem schließt man manchmal ungewollte Abonnements ab und stimmt ihnen unbemerkt zu.

Darüber hinaus ist die bekannte App „WhatsApp“, mit der man kostenlos SMS zu anderen WhatsApp-Usern schicken kann, nicht so sicher wie gedacht. Ein WhatsApp-Account ist in wenigen Schritten kinderleicht zu hacken. So können Fremde in öffentlichen Netzwerken die Accounts von anderen nutzen und deren Kontakten eigene Nachrichten schicken sowie den Verlauf der Chats lesen. Wenn ein gehackter Account erst mal auf diese Weise „geklaut „ ist und fremdgenutzt wird, ist es meist unmöglich, ihn wiederzubekommen oder zu sichern.

Da fragt man sich, wie so etwas passieren kann. Dies liegt daran, dass WhatsApp nicht so viel Wert auf Sicherheit legt. Die Programmierer haben es sich etwas einfach gemacht und einen Sicherheitsmechanismus verwendet, der kein richtiger ist. Denn zur Anmeldung am Server wird lediglich ein Kennwort verlangt, das bei Android aus der IMEI-Seriennummer des Handys und beim iPhone aus der Mac-Adresse der W-Lan-Verbindung besteht.

Diese Kennwörter können von Hackern leicht herausgefunden werden. Gegenmaßnahmen zur Sicherung der Daten gibt es bislang nicht. Das Einzige, was man dagegen tun kann ist, dass man Whatsapp nicht mehr in öffentlichen Netzwerken nutzt oder WhatsApp gar nicht mehr verwendet. Es bleibt zu hoffen, dass WhatsApp diese Sicherheitslüke bald schließt.Mit andern Gratis-SMS-Messengern sollte man übrigens ebenfalls aufpassen und nicht zu viele Daten von sich preisgeben.

Eine andere Gefahr des Smartphones sind Viren, wie der Mitmo-Virus, der im vergangenen Jahr einer der schlimmsten Handy-Viren war. Er schmuggelte sich über einen gefälschten App-Link einer SMS ins Handy und verschaffte sich per Root Administratorrechte. Wenn die Malware einmal installiert ist, kann sie die mobile Website einer Bank manipulieren, um die Logindaten abzugreifen. Außerdem überwacht sie die SMS um Bank-SMSe oder MobileTANs, um sie zum Main-Bot weiterzuleiten, ohne dass der User es bemerkt. Durch diese Vorgehensweise wurden im März 2012 Kunden einer Bank um ihre kompletten Bankdaten und sehr viel Geld beraubt.

Nutzer können sich schützen, indem sie nicht unbedacht einen Link aus einer SMS öffnen, ohne zu wissen, von wem diese SMS stammt. Zudem sollten Nutzer darauf verzichten, Online-Banking über das Smartphone zu tätigen und dies lieber über den PC tun. Außerdem wäre es hilfreich, ein Anti-Viren-Programm auf dem Handy zu haben. Wichtig ist es, darauf zu achten, welche Internetseiten etwa die Kinder aufrufen, um zu verhindern, dass diese unbeabsichtigte Kosten verursachen oder andere Gefahren eingehen.

Erik Wolf
Manuel Bauer

Klasse 8b

Goethe-Gymnasium

Dortmund

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