Gesundheit

Vorsicht bei Musik aus In-Ear-Kopfhörern

Mit In-Ear-Kopfhörer kann sich der Hörer von seiner Umwelt förmlich abkapseln.

Mit In-Ear-Kopfhörer kann sich der Hörer von seiner Umwelt förmlich abkapseln.

Foto: WAZ

Essen.  MediaCampus-Reporterin Berna Yesilsu hat sich mit In-Ear-Kopfhörern beschäftigt. Sie zeigt auch Alternativen zu den verbreiteten Geräten.

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Kopfhörer: insbesondere Jugendliche verwenden sie täglich – ob zum Telefonieren oder Musikhören. Besonders beliebt: In-Ear-Kopfhörer. Doch wie gesundheitsschädlich sind die kleinen Geräte?

Die In-Ear-Kopfhörer liegen beim Hören im vorderen Teil des Gehörganges. Schon eine Lautstärke von 85 Dezibel kann das Gehör beschädigen, lauter dürfen Kopfhörer in Deutschland deswegen auch nicht sein. Die Schmerzgrenze liegt bei circa 120 Dezibel – das ist so laut wie etwa eine Kettensäge oder ein Gewitterdonner. Das Problem ist vor allem das regelmäßige Nutzen von Kopfhörern.

Nicht nur Lautstärke ein Problem

Ein weiteres Problem, abseits der Lautstärke: Durch In-Ear-Kopfhörer sammelt sich Ohrenschmalz an und verhärtet sich, was das Hörvermögen beeinträchtigen kann. Den Ohrenschmalz sollte man auch keinesfalls mit einem Wattestäbchen entfernen, weil das den Ohrenschmalz nur noch tiefer in das Ohr drückt, was zu Verletzungen am Trommelfell führen kann.

Durch die Dauerbelastung durch Kopfhörern kann es zu einem Tinnitus kommen, also einem ständigen Piepen im Ohr. Weitere Auswirkungen können Schwerhörigkeit und Taubheit sein. Es gilt: Je länger und lauter man mit Kopfhörern Musik hört, desto schneller kann es zu vorübergehender Schwerhörigkeit kommen. Eine Warnung für den Körper ist es, wenn man nach einem längeren Zeitraum die Musik automatisch immer lauter dreht. Dies sollte man aber nicht machen, weil das sehr riskant für das Gehör ist. Wenn ein Summen oder das Gefühl von Watte im Ohr entsteht, sollte man dringend eine Pause von den Kopfhörern einlegen.

Alternativen zu In-Ear-Kopfhörern

Eine gesündere Alternative für In-Ear-Kopfhörer sind Muschelkopfhörer. Sie liegen im Außenbereich des Ohrs und sind luftdurchlässig. Deshalb gelangt ein Teil der Schallenergie nach außen, was bedeutet, dass die Gesamtenergie der Musik nicht komplett in das Innenohr gelangt. Sie sorgen auch nicht für eine Verstopfung durch Ohrenschmalz.

Eine weitere Alternative sind Earbud-Kopfhörer. Sie liegen relativ locker in der Ohrmuschel. Oft haben sie einen Schaumstoff-Überzug, durch diesen wird der Tragekomfort erhöht. Ein Teil der Schallmessung gelangt bei Earbud-Kopfhörern nach außen, daher können Außengeräusche wieder ins Ohr gelangen. Sie kapseln den Hörer also nicht so von der Umwelt ab, wie es In-Ear-Kopfhörer machen. Trotzdem sind auch Earbud-Hörer nicht die idealste Lösung.

Lautstärke regulieren und Pausen einlegen

Im Allgemeinem sollte man beim Tragen von Kopfhörern darauf achten, dass man eine geringe Lautstärke einstellt, den Lärm von außen nicht durch Musik übertönt und zwischenzeitlich auch Pausen von den Kopfhörern einlegt.

MC-Reporterin Berna Yesilsu, Klasse 8a, Gymnasium Essen Nord-Ost, Essen

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