Um das Verhalten von Fahrradfahrern und Nutzern von E-Rollern im Straßenverkehr geht es bei einem Schwerpunkteinsatz der Polizei und Stadt Witten. Beide Behörden gehen am Mittwoch (19.8.) von sieben bis 15 Uhr auf die Straße.

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Ziel sei es, die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen, heißt es in einer Mitteilung. Denn immer wieder komme es zu gefährlichen Situationen und Konflikten, weil „falsche Verkehrsflächen“ genutzt würden. Das soll wohl heißen: Sowohl Fahrradfahrer als auch E-Roller-Piloten fahren oft und gerne mal da, wo sie gar nicht dürfen.

Kommunaler Ordnungsdienst mit Fahrradstreifen in Witten unterwegs

Die städtische Verkehrsüberwachung, die mit ihren Fahrradstreifen im Einsatz ist, kontrolliert vor allem Verstöße im Zusammenhang mit dem Parken auf Radwegen sowie anderen „unzulässig genutzten Verkehrsflächen“.

Das Ordnungsamt hat darüber hinaus ein Auge auf die E-Scooter und wo diese zurückgelassen werden. Dabei geht es vor allem um die neu markierten Abstellzonen für Leihroller (wir berichteten)..

E-Scooter in Mülheim an der Ruhr
Verboten: In Witten dürfen E-Scooter (hier ein Symbolbild) nur noch auf markierten Flächen geparkt werden.© FUNKE Foto Services | Martin Möller

Die Polizei setzt ihren Schwerpunkt sowohl auf „Prävention“ als auch „Repression“. Auf dem Rathausplatz informieren Beamte darüber, wie Fahrradfahrer und Nutzer von E-Scootern richtig auf Straßen und Wegen unterwegs sind (Vorbeugung, sprich Prävention). Gleichzeitig gibt es im gesamten Stadtgebiet gezielte Kontrollen. Dabei werden Verstöße konsequent geahndet (Repression).

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Gerade E-Scooter sorgen immer wieder für Ärger - weil sie einfach irgendwo abgestellt werden, aber auch, weil verbotswidrig damit auf Gehwegen oder in Fußgängerzonen gefahren wird, oft viel zu schnell. „Ein E-Scooter hat dort nichts verloren“, sagt Polizeihauptkommissar Tobias Krampen.

Jeder Verkehrsteilnehmende sei verpflichtet, sich nicht nur mit seinen Rechten auseinanderzusetzen. „Ein rücksichtsvolles Miteinander ist Grundvoraussetzung für eine funktionierende Gesellschaf“, so Krampen.

Witten: Fahrradfahrer und Fußgänger auf dem Ruhrtalradweg
Auf dem Ruhrtalradweg kann es schnell zu Konflikten zwischen Radfahrenden und Spaziergehenden kommen. Die Polizei appelliert an die Rücksicht aller Verkehrsteilnehmden. © FUNKE Foto Services | Uwe Ernst

Nicht zuletzt ist die hohe Zahl von Fahrradunfällen ein Grund für die jetzige Aktion. 2025 zählte die Polizei für Bochum, Witten und Herne 473 Unfälle mit Rad- und Pedelecfahrenden. Dabei wurden 50 Menschen schwer verletzt. Insgesamt verunglückten 458 Personen. Ein erheblicher Teil der Unfälle sei auf Fehlverhalten zurückzuführen - und damit vermeidbar. In Witten kamen 89 Menschen zu Schaden (-4).

Drastisch erhöht hat sich die Zahl der Verunglückten bei Unfällen mit E-Rollern. In Bochum stieg die Zahl allein um über 50 Prozent, von 43 auf 66. In Witten gab es im Vorjahr 13 Verletzte (+1).

„Deutliches Zeichen für mehr Verkehrssicherheit“

Mit ihrem gemeinsamen Einsatz wollen Polizei und Stadt nun ein deutliches Zeichen für mehr Verkehrssicherheit setzen. Sie kündigen solche Schwerpunktaktionen nun regelmäßig an. Ziel sei es, „Regelverstöße frühzeitig zu erkennen, Verkehrsteilnehmende zu sensibilisieren und so langfristig die Zahl der Unfälle zu reduzieren“.