Zusammenfassung

  • An der Gleiwitzer Straße in Witten wird am Donnerstag (16. Juli) ein möglicher Blindgänger im Boden untersucht.
  • Im Falle eines Blindgängers könnten je nach Größe der Bombe bis zu 1000 Menschen evakuiert werden, betroffen wären auch Betriebe und die Universität Witten/Herdecke.
  • Bei einer möglichen Evakuierung wird eine Sammelstelle an der Turnhalle der Pferdebachschule eingerichtet. Die WAZ Witten informiert am Donnerstag über einen Live-Ticker.

Nachdem vergangene Woche ein Blindgänger am Husemann-Sportplatz in Witten gefunden und entschärft wurde, wird nun ein weiterer Verdachtspunkt untersucht. Der befindet sich laut Stadt an der Gleiwitzer Straße und wird am Donnerstag (16. Juli) sondiert. Falls sich auch dieser Verdacht bestätigt, könnten bis zu 1000 Menschen evakuiert werden.

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Bei der Sondierung des Untergrunds an der Gleiwitzer Straße wurde auf Höhe der Hausnummer neun ein Gegenstand in der Erde entdeckt. Dieser wird am Donnerstagmorgen freigelegt. Falls es tatsächlich eine Bombe ist, müssen die Menschen im Umkreis vor der Entschärfung evakuiert werden. Ob das nötig ist, ist idealerweise gegen Mittag klar. Bis dahin müssen sich die Anwohner und angrenzenden Betriebe auf eine Räumung einstellen.

Evakuierung möglich: Universität Witten/Herdecke und Betriebe betroffen

Die Feuerwehr plant die mögliche Evakuierung in zwei Varianten, je nachdem wie groß die Bombe ist. Bei einer Fünf-Zentner-Bombe wären in einem Radius von 250 Metern 100 Menschen betroffen. Bei einer Zehn-Zentner-Bombe würde der Radius auf 500 Meter ausgeweitet. In diesem Fall müssten etwa 1000 Menschen ihre Häuser und Arbeitsplätze verlassen. Laut Feuerwehr könnten die Anwohner zum frühen Abend wieder zurückkehren. Auch der Verkehr müsste entsprechend umgelenkt werden. Die ÖPNV-Betriebe sind informiert, so die Stadt.

Potenziell betroffen sind mehrere Gewerbebetriebe sowie die Universität Witten/Herdecke, die Kinderbetreuungen „HUI der Kinderkeller“ und das „Hygge Stübchen“. Die Uni bittet ihre Mitarbeitenden, am Donnerstag „nach Möglichkeit im Mobile Work zu arbeiten“. Bei der Planung von Veranstaltungen und Prüfungen soll die mögliche Evakuierung berücksichtigt oder der Termin verschoben werden. „Die Mitarbeitenden der Ambulanzen/Zahnklinik werden durch ihre Vorgesetzten über in diesen Bereichen zu treffende Maßnahmen gesondert informiert.“

Bombenfund und Bombenräumung in Witten
Bereits vergangene Woche musste ein Blindgänger in Witten entschärft werden. Knapp 800 Menschen wurden evakuiert. Nun gibt es einen weiteren Verdachtspunkt an der Gleiwitzer Straße.© FUNKE Foto Services | Jürgen Theobald

Hotlines und Sammelstelle: Stadt richtet Hilfsangebote ein

Laut Stadt sind am Donnerstag ab 11 Uhr zwei Hotlines erreichbar. Die 02302 581-8888 für allgemeine Fragen und die 02302 581-8889 für Bürger, die etwa aufgrund einer Einschränkung Hilfe brauchen. An der Turnhalle der Pferdebachschule wird dann eine Sammelstelle für alle eingerichtet, die nicht woanders unterkommen können. Wer Medikamente oder Babynahrung braucht, wird gebeten, diese bereitzuhalten und mitzubringen.

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Mehr Informationen gibt es auf der Website der Stadt Witten (www.witten.de). Am Donnerstag wird zudem über die Sozialen Medien und Warnapps informiert. Auch die WAZ Witten begleitet den Bombenverdacht mit einem Live-Ticker.