Zusammenfassung
- In Witten wurden Bürger über Pläne zur Neugestaltung wichtiger Straßen wie der Sprockhöveler Straße informiert und konnten ihre Ideen einbringen.
- Kernpunkte sind Kreisverkehre, mehr Grünflächen und Verbesserungen für alle Verkehrsteilnehmer, besonders am Bahnübergang.
- Die Vorschläge werden weiter ausgearbeitet, bis zum Baubeginn werden noch Jahre vergehen.
Wie sollen die Herbeder Straße, die Sprockhöveler Straße und die Hans-Böckler-Straße künftig aussehen? Über diese Frage diskutierten rund 30 Bürgerinnen und Bürger am Donnerstagabend (7. Mai) bei einer Infoveranstaltung der Stadt Witten im Gemeindesaal der St. Franziskus-Gemeinde. Dort stellte die Verwaltung gemeinsam mit den beauftragten Planungsbüros erste Ideen für die Neugestaltung der Straßenräume vor.

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Seit Anfang 2025 arbeiten die Büros Ingenieurgesellschaft Stolz (IGS) aus Neuss und Pesch Partner aus Dortmund an einem Konzept für die künftige Entwicklung des Bereichs. Die Planungen wurden am Abend von Jacqueline Thate von Pesch Partner sowie Thorsten Becher von IGS vorgestellt.
Straßen in Witten: Viel Grau und wenig Grün
Die Planer beschrieben die derzeitige Situation als städtebaulich schwierig: Das Stadtbild sei sehr heterogen, der Versiegelungsgrad hoch, Grünflächen fehlten zumeist und zahlreiche Straßenabschnitte seien sanierungsbedürftig. Zudem mangele es insgesamt an Aufenthaltsqualität.
Gleichzeitig träfen auf den Straßen viele unterschiedliche Bedürfnisse aufeinander – von Autofahrern, Fußgängern und Radfahrern bis hin zu Bussen, Straßenbahnen und dem Lieferverkehr. Ziel sei es daher, die Bereiche funktional und gestalterisch aufzuwerten und gleichzeitig den unterschiedlichen Anforderungen an Verkehr, Klima und Stadtentwicklung gerecht zu werden.

Bereits vor einem Jahr hatte die Stadt für interessierte Bürger einen Spaziergang durch das Quartier organisiert. Die Hinweise aus diesem Austausch flossen nach Angaben der Planer in die bisherigen Überlegungen ein. Ein Schwerpunkt der vorgestellten Planungen liegt auf dem Kreisverkehr an der Herbeder Straße. Dieser soll vergrößert und in der Mitte begrünt werden. Auch das sogenannte Wannen-Dreieck spielte bei den Entwürfen eine zentrale Rolle. Vorgestellt wurden dort zwei Varianten: ein fünfarmiger Kreisverkehr mit zweigleisiger Straßenbahntrasse in der Mitte oder alternativ eine klassische Kreuzung mit Ampelanlage.
Herbeder Straße: Bahnbrücke soll für Straßenbahngleis tiefergelegt werden
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Bahnbrücke am östlichen Ende der Herbeder Straße. Um die Situation insbesondere für den Bahnverkehr zu verbessern, sehen die Planungen vor, die Straße dort um bis zu 50 Zentimeter tieferzulegen. So würde Platz für ein weiteres Straßenbahngleis entstehen. Aktuell erlaubt die Durchfahrtshöhe nur für ein einzelnes Gleis in der Fahrbahnmitte.
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Die vorgestellten Entwürfe verfolgen insgesamt mehrere Ziele: Die Straßenräume sollen städtebaulich aufgewertet, die Aufenthaltsqualität verbessert und gleichzeitig klimafreundliche Mobilität gestärkt werden. Vertreter der Stadt betonten, dass sich das Projekt noch in einer frühen Phase befinde und die Hinweise aus der Bürgerschaft in die weiteren Planungen einfließen werden.
Wichtiger Stadteingang: Bis die Bagger rollen, wird es dauern
Die Entwürfe sollen im vierten Quartal dieses Jahres in den zuständigen Ausschüssen vorgestellt werden. Philipp Pössel vom Planungsamt bezeichnete den Bereich als „wichtigen Stadteingang“ für Witten. Die Resonanz aus der Bevölkerung sei groß gewesen, die Stimmung insgesamt positiv. Gleichzeitig machte Pössel deutlich, dass mit einem Baubeginn frühestens in fünf Jahren zu rechnen sei.




