Bei dem sonnigen Wetter der letzten Tage hätte man glatt schon hineinspringen können - wären nicht gerade die Vormittage noch so kalt. Aber nur die Harten kommen bekanntlich in den Garten. Am 7. Mai - diesmal einem Donnerstag - startet die neue Freibadsaison.

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Die Vorbereitungen auf den fast viermonatigen Badespaß sind so gut wie abgeschlossen. „Wir liegen perfekt im Zeitplan“, sagt Stadtwerkesprecher Mathias Kukla. Die Becken seien gesäubert und frisch befüllt, die Technik - sprich Pumpen und Filter - gewartet und bereits in Betrieb. Ende der Woche werden noch die wichtigen Wasserproben genommen. Wenn dann alles in Ordnung ist, steht dem „Anschwimmen“ am Donnerstag (7.5.) nichts mehr im Wege.

Im letzten Jahr kamen nur 70.000 Gäste ins Wittener Freibad

Das Wetter kann in diesem Jahr eigentlich nur besser werden. Der Juni zählte im vergangenen Jahr noch zu den besseren Monaten. Mit insgesamt 70.581 Badegästen fiel die Bilanz am Ende der Saison denn auch eher trübe aus. Das wollen die Stadtwerke diesmal möglichst toppen, nicht zuletzt wieder durch eine Reihe von Veranstaltungen.

Freibad Witten fast in gebrauchsfertigem Zustand
Ein professioneller „Poolroboter“ (grün) sorgt für ein sauberes Edelstahlbecken.© FUNKE Foto Services | Jürgen Theobald

Zu den besonderen Events zählt das bereits erwähnte „Anschwimmen“. Es findet diesmal nicht mehr im kleinen Kreise statt, sondern ist an alle Badelustigen gerichtet. Von 10 bis 18 Uhr gilt dann zum Auftakt: Eintritt frei! Weitere Höhepunkte im Programm sind das Hüpfburgfestival „Capt´n Hops“ am 17. Juli, ein Freitag, der „Piratentag“ mit Spiel und Spaß rund ums Becken am 9. August, ein Sonntag, und natürlich das gut zweiwöchige Open-Air-Kino ab 27. August.

Hüpfburgfestival, Open-Air-Kino und ein Abschlussfest

Das Abschlussfest dürfte um den 6. September herum steigen - wenn die Saison aufgrund eines Jahrhundertsommers nicht doch noch überraschend in die Verlängerung geht. Bevor dann fast schon im Herbst endgültig der Stöpsel gezogen wird, planschen Fiffi und Bello wie gewohnt noch beim Hundeschwimmen um die Wette, eine Woche nach Schließung des Bades.

Freibad Witten fast in gebrauchsfertigem Zustand
Auch das Nichtschwimmerbecken ist bereits mit frischem Wasser befüllt. Jetzt muss es nur noch wärmer werden. © FUNKE Foto Services | Jürgen Theobald

Um noch einmal auf die kühlen Frühlingstage zurückzukommen. Natürlich wird das Wasser wieder aufgeheizt. Zielmarken sind 24 Grad im Schwimmer- und Planschbecken, 22 Grad im Nichtschwimmer. Eine höhere Grundtemperatur sei nicht sinnvoll, da der steigende Energieeinsatz gerade bei schwacher Auslastung in keinem Verhältnis mehr zur Besucherzahl stehe, sagt Stadtwerkesprecher Mathias Kukla. Der aber Mut macht: „Gleichzeitig erwärmt sich das Becken bei schönem Wetter sehr schnell.“

Wittener Stadtwerke erhöhen Eintrittspreise

Die Temperatur im Planschbecken wurde bewusst um ungefähr zwei Grad angehoben, „damit gerade Familien mit kleinen Kindern das Angebot auch bei durchschnittlichem Wetter nutzen können“, so Kukla. Im Winter wurde die Heizungs- und „Trinkwassererwärmungsanlage“ erneuert - was der berühmten Energieeffizienz zugute kommen soll. Apropos Energie.

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Die fällt selbst bei den Stadtwerken als heimischer Versorger nicht kostenlos vom Himmel. Das Unternehmen erhöht nach 2024 wieder die Eintrittspreise. Erstmals wird die Fünf-Euro-Marke überschritten. Erwachsene zahlen in der neuen Saison einen Euro oder gut 20 Prozent mehr - 5,50 statt wie bisher 4,50 Euro (günstiger wird‘s bei Dauerkarten). Bei Kindern fällt der Anstieg geringer aus. Für sie kostet das Schwimmvergnügen 50 Cent mehr - 3,50 statt bisher drei Euro.

Die Hitze ist pünktlich zum Wochenende zurück
75.000 Badegäste waren es im Vorjahr: Die Stadtwerke hoffen, dass diesmal mehr ins Freibad kommen. © FUNKE Foto Services | Biene Hagel

„Wir haben bei den leichten Preiserhöhungen sehr auf Familien geachtet“, betont Kukla. Kinder unter drei Jahren kommen wie bisher umsonst mit ins Bad. Das gilt auch für die anderen Kids und Jugendlichen in den Ferien. Der Ferienpass verspricht wieder 30-mal freien Eintritt. Insofern: Der Sommer kann kommen!