Zwischen Informationsständen bleiben immer wieder Passantinnen und Passanten stehen, lesen die Fragen auf aufgestellten Schildern oder kommen mit den Aktivistinnen ins Gespräch. Über der Aktion spannt sich ein Banner mit der Aufschrift „Mut zum Träumen – Kraft zum Kämpfen“. Bei sonnigem Wetter haben verschiedene Frauengruppen am Samstag (7. März) den Berliner Platz in Witten genutzt, um auf den Internationalen Frauentag aufmerksam zu machen.

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Angemeldet wurden die Aktionen vom Frauenverband Courage, der sich parteiübergreifend für Frauenrechte einsetzt. Die Aktivistinnen rund um Agathe Czylwick und Dorith Barth informierten über Themen wie gleiche Bezahlung, die gesellschaftliche Bedeutung von Familien- und Pflegearbeit, den Schutz vor Gewalt sowie die weiterhin geringe Präsenz von Frauen in Politik und Führungspositionen.

Aktuelle politische Diskussionen beschäftigen Wittenerinnen

Auch aktuelle politische Diskussionen griffen sie auf. Mit Sorge verfolgen sie die Diskussion über die Abschaffung von Teilzeitmodellen, die für viele Frauen eine wichtige Voraussetzung seien, um Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren, wie Agathe Czylwick erläutert. Zudem sprachen sie sich dafür aus, den Paragraphen 218 aus dem Strafgesetzbuch zu streichen, der aus ihrer Sicht nicht mehr zeitgemäß ist.

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Das Wittener Bündnis für Frauenrechte beteiligte sich ebenfalls an den Aktionen. Auf dem Platz stellten Mitglieder Schilder mit Fragen auf, die Passantinnen und Passanten zum Nachdenken über Gleichberechtigung und Rollenbilder anregen sollten. „Warum geschieht alltägliche Gewalt von Männern gegen Frauen?“ lautete einer der Fragen. An der so genannten gepflasterten Schnecke knoteten sie außerdem unzählige Bänder zusammen. Bei der Installation ließ sich die Wittenerin Franziska Hartmann von einem Satz einer österreichischen Künstlerin inspirieren: „Solange sie die Knoten entwirrt, während er seine Fäuste ballt, bin ich Feministin.“

Spenden für Klinik im Gazastreifen

Neben diesen generellen Fragen und Problemen spielte auch die aktuelle Situation im Nahen Osten eine Rolle. Eine Passantin äußerten ihre Sorge über eine mögliche weitere Eskalation: „Es ist zum Weglaufen!“ Sie mache sich Sorgen um die Frauen und deren Kinder und insgesamt um die nachfolgenden Generationen, so die ältere Dame weiter. „Und genau deshalb dürfen wir nicht weglaufen“, entgegnet Dorith Barth.

Gleichzeitig informierten die Mitglieder von Courage über eine Spendenaktion. „Wir sammeln Geld für fünf gynäkologische Untersuchungsstühle für eine Klinik im Gazastreifen, um dort die medizinische Versorgung von Frauen zu verbessern“, erklärt Bärbel Kirstein, ebenfalls Unterstützerin von Courage.