Zusammenfassung

  • Sport bei Schnee und Eis? Na klar, meint der Wittener Arzt Dr. Kurt-Martin Schmelzer.
  • Er hat gute Gründe für seinen Rat. So hat ihn eine Diabetikerin positiv überrascht.
  • Allerdings gibt es eine Gruppe Menschen, die daheim bleiben sollte.

Sport im Winter, womöglich bei Minus-Graden unter freiem Himmel: Ist das eine gute Idee? Der Wittener Arzt Dr. Kurt-Martin Schmelzer beantwortet die Frage mit einem klaren Ja. Nur in einem Fall rät der Allgemein- und Sportmediziner dringend von schweißtreibender Tätigkeit ab.

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Der nach wie vor fitte 69-Jährige gibt Tipps nicht nur auf dem Hintergrund wissenschaftlicher Erkenntnisse. Vielmehr greift der langjährige Leistungssportler auch auf eigene Erfahrungen zurück. Er gehörte einst zum Olympia-Kader der Tontaubenschützen. Zudem ruderte er im Achter, spielte Fußball wie Tennis.

Wittener Mediziner: „Sport sorgt für besseren Schlaf“

Der Gesundheitsexperte empfiehlt Sport im Winter. Körperliche Aktivität im Freien stärke Herz und Kreislauf. Der Ruhepuls sinke. Das Gleiche gelte für die schädliche Blutfette wie LDL-Cholesterin sowie Harnsäure. Obendrein helfe Sport, einen beliebten guten Vorsatz fürs neue Jahr in die Tat umzusetzen: Gewicht abnehmen. „Außerdem sorgt Sport für besseren Schlaf“, weiß der Arzt. Sport sei die beste Vorbeugung vor Erkrankungen. Prävention, sagt der bekannte Wittener, entlaste obendrein das Gesundheitssystem.

Wittener Arzt verschreibt soziale Kontakte
Der Wittener Arzt Dr. med. Kurt Martin Schmelzer, rechts, setzt auf Prävention. Bei diesem Termin bei der Wittener Caritas im Jahr 2024 warb er für das soziale Rezept gegen Einsamkeit. Zudem weiß der Sportmediziner, dass auch Bewegung gesund hält.© FUNKE Foto Services | Jürgen Theobald

Seine Ratschläge seien für alle Altersklassen geeignet: „Bewegung fängt im Kindergarten an.“ Dabei legt Kurt-Martin Schmelzer Wittenerinnen und Wittenern keineswegs spezielle Sportarten ans Herz. Klar, Laufen, Radfahren oder Nordic Walking zählen ebenso wie Ski-Langlauf zu den Klassikern ausdauer-orientierten Freiluft-Sports.

Diabetikerin aus Witten erlebt bei Runden mit Hunden ein kleines Wunder

Aber selbst Runden mit Hunden können kleine Wunder bewirken. Kurt-Martin Schmelzer kennt eine Patientin, die an Diabetes litt. Sie habe angefangen, mit Hunden Gassi zu gehen: „Sie war regelmäßig drei, vier Stunden unterwegs.“ Bei einem späteren Medizin-Check stellte der Fachmann erfreut fest: „Die Frau brauchte kein Insulin mehr.“

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Wer allerdings beim Sport schwitzen will, sollte sich vorm Start aufwärmen – und dafür etwas mehr Zeit einplanen als im Sommer. Auch Dehnungsübungen seien ratsam. Das beuge schmerzhaften Muskelfaserrissen vor.

Wichtig sei zudem witterungsangepasste Kleidung. Weder Kopf noch Füße sollten auskühlen. Allerdings: Wer beim Sport seinen Puls nach oben treibe, sollte einen Dress wählen, der etwas weniger als bei Spaziergängen wärme.

Wittener Sportmediziner: Diese Gruppe sollte auf keinen Fall im Winter trainieren

Und noch etwas hat der Mediziner im Blick: „Man sollte beim Sport genügend trinken.“ Beim Sport im Winter verliere der Körper kaum Wasser über Hautschweiß, umso mehr jedoch über die Atmung.

Für eine Gruppe von Menschen spricht Kurt-Martin Schmelzer allerdings eine klare Warnung aus. Bei Infekten sei Sport tabu. Entweder entstehe der Effekt des Übertrainings: Dann sinke die Leistungsfähigkeit. Schlimmstenfalls können sich Überehrgeizige sogar eine Herzmuskelentzündung einfangen. Der immer noch aktive Bergwanderer gibt seiner Warnung letztlich aber einen positiven Dreh: „Wer Sport macht, muss sich gut fühlen.“