Seit mehreren Tagen rieselt in Witten der Schnee - leise aber beständig. Doch trotz der gefährlichen Witterung hat es kaum Unfälle gegeben. Grund hierfür sind unter anderem die Räumfahrzeuge, die die Hauptstraßen freihalten. Nun nimmt die Stadt ihre Bürger in die Pflicht.

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In dieser Woche blieb es bislang trotz Schnee- und Glättewarnungen erstaunlich ruhig auf den Wittener Straßen. Lediglich in der Hermannstraße ist in der Nacht von Sonntag auf Montag ein Auto in ein parkendes Fahrzeug gerutscht, heißt es von der Polizei. Verletzt wurde niemand. Dabei sind seitdem noch einige Zentimeter Schnee hinzugekommen. Die Gesetzeshüter hatten im Rahmen des Wintereinbruchs noch an die Regeln für eine sichere Fahrt im Winter erinnert: die richtigen Reifen, freie Scheiben, funktionierendes Licht und angepasstes Fahren.
Mit 1000 Tonnen Streusalz gegen den Wittener Winter
Ob es an den wertvollen Tipps gelegen hat, oder an den fleißigen Streutrupps, ist nicht klar. Fest steht: Letztere waren gut vorbereitet. Laut der Stadt Witten wartete in der Salzhalle des Betriebsamtes seit dem Sommer ein 1000 Tonnen schwerer Salzberg auf seinen Einsatz. Dieser wird derzeit von fünf großen und zwei kleinen Streufahrzeugen verteilt. Hinzu kommen die sogenannten Handkolonnen - also städtische Angestellte, die von Hand streuen.
Die Pflichten der Wittener bei Eis und Schnee
Gehwege müssen in einer Breite von mindestens 1,5 Metern von Schnee und Eis befreit werden.
Schnee, der zwischen 7 und 20 Uhr vom Himmel fällt, ist unverzüglich zu beseitigen – aber erst, wenn es aufgehört hat zu schneien.
Alles, was nach 20 Uhr vom Himmel fällt, kann bis zum folgenden Tag um 7 Uhr liegen bleiben, sonn- und feiertags sogar bis 9 Uhr.
Der Schnee darf nicht auf die Straße geschoben werden, damit der Verkehr nicht behindert wird und die Gullys frei bleiben, denn später muss das Schmelzwasser schnell abfließen können.
Außerdem sollen der Umwelt zuliebe nur abstumpfende Mittel wie Granulat oder Sand verwendet werden. Nur bei Eisregen oder an besonders gefährlichen Stellen sollte man auf Nummer sicher gehen und Salz verwenden.
Betriebsamt und Bürger haben laut der Stadt bei Schneefall geteilte Aufgaben. Wenn es nötig ist, wird der städtische Winterdienst schon vor dem Berufsverkehr eingesetzt. Sobald Schnee und Eisglätte vorhersehbar sind, starten die Einsatzfahrzeuge zu Kontrollfahrten. Je nach Wetterlage werden die Straßen auch vorbeugend gestreut.
Prioritätenliste: So fahren die Wittener Streufahrzeuge
Diese Einsätze folgen einer Prioritätenliste. Ganz oben stehen Haupt- und Durchgangsstraßen und die Strecken von Bussen und Straßenbahnen. Nebenstraßen und kleinere Straßen mit geringem Verkehrsaufkommen kommen danach an die Reihe. Eine Reihe von Anliegerstraßen wird nicht bedient. In diesen wurde der Winterdienst auf die Bewohnerinnen und Bewohner übertragen. Um wichtige Verkehrsverbindendungen außerhalb geschlossener Ortschaften kümmert sich der Landesbetrieb Straßen NRW.
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Auch auf Gehwegen, Fußgängerüberwegen, an Bus- und Straßenbahnhaltestellen, Steigungen und anderen Gefahrenstellen sorgt das Betriebsamt für Sicherheit. Hier sind Mitarbeitende zu Fuß unterwegs und leisten solide Handarbeit. Doch auch Privatpersonen müssen mit anpacken. Als Grundstückseigentümer sind sie verantwortlich für die Gehwege vor ihren Häusern. Wann und wie die Wege von Schnee und Eis zu befreien sind, ist in der Straßenreinigungssatzung der Stadt Witten geregelt.
Wetterwarnung für Witten und Umgebung
Trotz des Engagements der Stadt und ihrer Bürger, sollten Verkehrsteilnehmer vorsichtig fahren. Das Onlineportal Wetter.com warnt bis einschließlich Mittwoch (7.1.) vor Frost und Glätte im Stadtgebiet und darüber hinaus. Hinzu kommen starker Wind und erneuter Schneefall ab dem Mittag.





