Herbede scheint nicht nur in der evangelischen Kita ein Viren-Hotspot zu sein. Auch die städtischen Kitas in den Hölzern waren oder sind betroffen - wobei die Erkältungswelle momentan über die ganze Stadt schwappt.

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Schnupfen, Husten, Heiserkeit, Fieber - Erkältungen und Infekte kommen und gehen, gerade bei Kindern, weshalb das, was heute eine Kita in die Knie zwingt, morgen schon nicht mehr akut sein muss. Anfang letzter Woche teilte die Stadt mit: „Derzeit sind besonders die städtischen Einrichtungen im Stadtteil Herbede betroffen. Aber auch andere (Kitas) haben einen erhöhten Krankenstand.“

Stadt Witten: „Aufsichtspflicht nicht mehr zu gewährleisten“

Das kann eingeschränkte Betreuungszeiten bedeuten, wie zuletzt in den Hölzern, wo eine Gruppe vorübergehend geschlossen wurde. Auch in der Kita „An der Erlenschule“ kam es „zeitweise zu Betreuungseinschränkungen“. Wie gesagt: Stand letzte Woche. Auch im November gab es bereits hohe Krankenstände „mit entsprechenden Auswirkungen“, wie die Stadt mitteilt. Es geht am Ende immer darum, dass die Aufsichtspflicht gewährleistet sein muss. Ist das nicht mehr der Fall, müssen die Kitas reagieren.

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Viel zu trinken, ist immer hilfreich: Momentan sind Kinder genauso wie Erwachsene von einer Erkältungswelle betroffen.© Getty Images | undefined undefined

Evangelische Kitas: Deutlich mehr Atemwegserkrankungen als im Vorjahr

Stark betroffen sind auch die Kitas im evangelischen Kindergartenverbund, der ein Dutzend Kitas in Witten betreibt. „In diesem Jahr gibt es deutlich mehr Atemwegserkrankungen als in Vorjahren“, stellt Geschäftsführerin Angelika Arend fest. Damit sei es schon im September losgegangen. Und vieles komme noch hinzu. Außer Corona, Grippe und grippalen Infekten nennt sie Borkenflechte, „Norovirus beziehungsweise andere Magen-Darm-Erkrankungen“, Hand-Fuß-Mund sowie Bindehautentzündungen. Sowohl Kinder als auch Mitarbeitende seien in hohem Maße betroffen.

Ganze Kitas mussten zwar nicht geschlossen werden. Wenn zu viele Erzieherinnen aber ausfallen oder zu viele Kinder fehlen, werden Betreuungszeiten eingeschränkt oder Notgruppen gebildet. Aktuell ist das in fünf evangelischen Kitas in Witten der Fall. Geschäftsführerin Arend verweist auf ein mit den Elternbeiräten abgestimmtes „Notbetreuungskonzept“, das in diesen Fällen greift.

Kita-Plätze 2026/2027: Das Rennen ist längst eröffnet

Die Stadt Witten betreibt acht Kitas mit insgesamt rund 675 Plätzen. Darüberhinaus gibt es 52 Kindertageseinrichtungen mit zirka 2714 Plätzen - was unterm Strich rund 3400 Kita-Plätze für Witten ergibt. Aktuell suchen laut Stadt 219 Familien einen Platz für ihr Kind, davon 24 mit einem „dringend nachgewiesenem Bedarf“. Auch wenn es für die Unversorgten kein Trost ist: „Das ist der niedrigste Stand seit vielen Jahren“, so die Verwaltung.

Für das kommende Kitajahr 2026/2027 kann man sich fortlaufend anmelden. Die Hauptphase läuft bereits längst, sie beginnt mit den Sommer- und endet mit den Weihnachtsferien. Hier können Eltern nach einem Kita-Platz online auf dem Elternportal der Stadt suchen: https://secure.stadt-witten.de/elternportal/de/