Die Polizei ist am Freitagmittag mit zahlreichen Kräften an der Bruchschule in Witten aufgeschlagen. Dort ist um kurz nach 13 Uhr ein Amok-Alarm ausgelöst worden. Am Nachmittag hat sich die Lage glücklicherweise aber wieder beruhigt und es gab Entwarnung.

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„Wir wurden um 13.05 Uhr über den Alarm informiert“, sagt Polizeisprecher Frank Lemanis. Was genau dahinter steckt, ist noch nicht ganz klar. „Es kann sein, dass jemand aus Versehen an den Alarmknopf gekommen ist.“ Einige Kinder waren zu dem Zeitpunkt schon zu Hause. Jedoch befanden sich noch Betreuungskinder in der Schule. Eine Klasse hatte zudem Sportunterricht.

Amok-Alarm in Witten: Betreuungsstelle wird eingerichtet

Vor Ort habe man zunächst nichts festgestellt. „Wir nehmen die Situation aber sehr ernst“, so Lemanis. Deshalb verschafften sich die Einsatzkräfte zunächst einen Überblick. „Wir gehen in die Schule und schauen uns jeden einzelnen Raum an.“ Die Schülerinnen und Schüler wurden aus der Schule begleitet. Gegen 16 Uhr hatten alle Schüler die Schule verlassen. Die Polizei vermeldete am Nachmittag offiziell, dass sie von einem Fehlalarm ausgeht und gab Entwarnung.

Zuvor ist auch eine bewaffnete Einsatzhundertschaft zur Durchsuchung des Gebäudes angerückt. Die Polizei hat eine Betreuungsstelle in der Martin-Luther-Kirchengemeinde (Ardeystraße 138) eingerichtet. Eltern der Schulkinder sollten sich dort einfinden und wurden betreut.

Die Bruchschule in Witten: Hier hat es am Freitag einen Amok-Alarm gegeben.
Die Bruchschule in Witten: Hier hat es am Freitag einen Amok-Alarm gegeben.© FUNKE Foto Services | Jürgen Theobald

An der Schule gibt es ein Alarmsystem, das unter anderem Lehrer auslösen können. Danach setzt die Polizei ein spezielles Programm in Gang. „Das ist ein ganz normaler Ablauf bei so einem Alarm“, sagt Polizeisprecher Frank Lemanis. Die Zeichen verdichteten sich im Laufe des Nachmittags jedoch, dass es keine wirkliche Bedrohungslage gibt. Dennoch wollte man niemanden einfach so nach Hause lassen. „Für die Betroffenen ist das eine Ausnahmesituation.“ Deshalb waren auch Seelsorger vor Ort. Zudem müssten alle Personalien aufgenommen werden, damit man weiß, dass sich niemand mehr im Gebäude befindet. Auch Noch-Bürgermeister Lars König machte sich an seinem letzten Arbeitstag ein Bild der Lage vor Ort.

Dass so ein Alarm aus Versehen ausgelöst wird, sei schon öfter vorgekommen. Was genau an der Bruchschule passiert ist, ist nun Gegenstand der Ermittlungen. Rund um den Einsatzort herrschte im Feierabendverkehr etwas Chaos, da ein Teil der Ardeystraße gesperrt worden ist.