Was haben die Gesamtschule Waldschlösschen in Velbert und eine Kita im Heiligenhauser Nonnenbruch gemeinsam? Die Gebäude sind beide relativ neu und architektonisch so interessant, dass sie beim Tag der Architektur am 27./28. Juni vorgestellt werden.

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An diesen beiden Tagen öffnen in Nordrhein-Westfalen 141 Wohnhäuser, Quartiere, Gärten und Grünanlagen in 76 Städten und Gemeinden ihre Türen für Besucherinnen und Besucher. Die Bandbreite reicht in diesem Jahr von Wohnungen in einer umgebauten Scheune bis zum universitären Forschungszentrum, vom neuen Wohnkomplex auf einer ehemaligen Brachfläche bis zum Campus für Digitalisierung, KI und Innovation.
Architekturinteressierte entdecken innovative Schulbau-Konzepte
In NRW findet der „Tag der Architektur“ bereits zum 31. Mal statt. Seit 1996 nutzen alljährlich viele Tausend Architekturfans und Bauinteressierte das Event am letzten Juni-Wochenende, um gestalterische Trends, intelligente Planungsansätze und technische Entwicklungen rund ums Bauen und Wohnen kennenzulernen – und mit den Planenden über Ideen und Konzepte ins Gespräch zu kommen. Die breite Medienberichterstattung trägt dazu bei, dass die vorgestellten Bauwerke weit über den Veranstaltungstag hinaus wahrgenommen werden. Die Architektenkammer NRW versteht den Tag der Architektur daher als einen wichtigen Beitrag zum baukulturellen Diskurs in Deutschland.
Moderne Lernumgebung öffnet Türen für Besucher
Die Gesamtschule Waldschlösschen ist am Samstag, 27. Juni, von 10 bis 16 Uhr für das interessierte Publikum geöffnet. Jeweils um 10.30, 12.30 und 14.30 Uhr werden Führungen angeboten. Die Schule sei als 2- bis 4-geschossiger Gebäudekamm auf einem natürlich gelegenen Hanggrundstück entstanden. Ein mehrgeschossiges Foyer mit Marktplatz, Mensa und Bibliothek bilde das Zentrum. Klar strukturierte Lerncluster, hohe Transparenz und starke Landschaftsbezüge prägten das Konzept. Helle Materialien, viel Tageslicht und eine nachhaltige Bauweise schafften eine offene, naturnahe Lernumgebung.

Moderne Kita mit nachhaltigem Energiekonzept öffnet ihre Türen
Die Kita im Nonnenbruch, Werkerhofplatz 2, ist am Samstag, 27. Juni, von 11 bis 17 Uhr und am Sonntag von 11 bis 15 Uhr zu besichtigen. Eine Führung gibt es am Samstag um 12 Uhr. Der barrierefreie Gebäudekomplex dient als Kindertagesstätte für vier Gruppen mit integriertem Stadtteilzentrum. Als Tragsystem wurde Massivbauweise mit Holzrahmenbauwänden kombiniert. Der Einsatz erneuerbarer Energien (Dachbegrünung, Photovoltaik, Beheizung durch Luftwärmepumpe, Lüftungsanlage, optimierter Stromverbrauch) sowie architektonische Highlights (Treppe als Möbel, Spielflure, Sichtfenster, große Rutsche) prägen den Entwurf.
Aus dem Kreis Mettmann wird dann nur noch die neue Feuerwache der Stadt Erkrath, Bergische Allee 1, präsentiert. Das moderne Gebäude ist am Samstag, 27. Juni, von 13 bis 17 Uhr zu besichtigen.
Infos zu den Objekten
Alle Objekte sind über eine Online-Datenbank mit Fotos, Kurzbeschreibungen und allen relevanten Informationen unter www.aknw.de/tag-der-architektur-2026 recherchierbar.
Zudem stellt die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen alle Bauten und Objekte zum „Tag der Architektur 2026“ in einem kompakten Katalog vor, der bestellt werden kann unter Tel.: 0211/49 67-85 bzw. per E-Mail an tda@aknw.de.
Nachhaltigkeit prägt neue Nutzungskonzepte im Gebäudebestand
Der Tag der Architektur spiegelt gesellschaftliche Entwicklungen, die sich bereits in den vergangenen Jahren abgezeichnet haben: Nachhaltigkeit bleibt das zentrale Thema beim Bauen – was dazu führt, dass zahlreiche Umnutzungen, Sanierungen und Weiterentwicklungen im Bestand gezeigt werden. Ein eindrucksvolles Beispiel für nachhaltige Revitalisierung ist das LYGHT, ein zwölfgeschossiges Bürohochhaus im Düsseldorfer Norden, das nach Green-Building-Kriterien neu konzipiert wurde.

Auffallend präsent sind in NRW in diesem Jahr zudem Bildungsbauten – etwa das Forschungsgebäude Caledo an der TU Dortmund (Gerber Architekten, Dortmund) sowie mehrere Schulgebäude. Umnutzungen von Kirchen sind ebenfalls in verschiedenen Kommunen zu sehen: Beim Projekt „Thomas Morus“ in Leverkusen wandelte das Büro Kollbach Bansi Architekten die denkmalgeschützte ehemalige Thomas Morus-Kirche mit viel Feingefühl in eine soziale Wohneinrichtung mit 15 Apartments für ehemals wohnungslose Menschen um.




