Die Feuerwehr Sprockhövel rückte in der Nacht zum Montag (17.11.) um kurz nach Mitternacht aus. Der Verdacht: ein Austritt des giftigen Gases Kohlenstoffmonoxid (CO).

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Um 0.05 Uhr wurden die Retter zu einem Wohnhaus am Parkweg gerufen. Nach der Schilderung im Notruf bestand der Verdacht, dass es zu einem CO-Austritt gekommen sein könnte. Denn gleich zwei Familienmitglieder in dem betroffenen Haushalt klagten plötzlich über unspezifische Krankheitssymptome.

Anzeichen einer CO-Vergiftung

Kohlenstoffmonoxid kann in Wohnungen zum Beispiel austreten, wenn Heizungs- oder Abgasanlagen defekt sind. Auch das Grillen in geschlossenen Räumen setzt CO frei. Das Gas ist geruchslos. Eine Vergiftung damit kann aber tödlich sein. Zu den ersten Anzeichen gehören Übelkeit und Schwindel, Kopfschmerzen, Verwirrung, Konzentrationsschwierigkeiten, aber auch Bauchschmerzen, Erbrechen und Sehstörungen, wie die Krankenkasse AOK informiert. Bei schwereren Vergiftungen kann es zu Bewusstseins- und Orientierungsstörungen, Atemnot, Krampfanfällen, Brustschmerzen, Ohnmacht und Kreislaufversagen kommen.

Rauchmelder
Neben Rauchmeldern gibt es auch Kohlenstoffmonoxid-Melder für zu Hause.© DPA Images | Peter Steffen

In Sprockhövel wurde vorsorglich zum Rettungsdienst auch die Feuerwehr zum Einsatzort entsandt. Das Gebäude wurde durch die Feuerwehr zunächst geräumt; im Anschluss folgten Messungen unter Atemschutz, berichtet Feuerwehrsprecher Max Blasius. Die gute Nachricht: Ein CO-Austritt konnte ausgeschlossen werden.

Die Bewohner wurden dennoch rettungsdienstlich untersucht. Der Einsatz endete nach 30 Minuten. Ausgerückt waren 21 ehrenamtliche Feuerwehrkräfte mit sechs Fahrzeugen.