Die Stadt Oberhausen hat es mit einer ungewöhnlichen Vandalismus-Serie zu tun: Bislang unbekannte Täter haben es auf öffentliche Abfalleimer abgesehen. Die Müllbehälter werden gestohlen, angezündet oder anderweitig beschädigt. Der Schaden beläuft sich mittlerweile auf mehrere tausend Euro. Nun bittet die Stadt um Mithilfe bei der Aufklärung.

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Die Vorfälle beschäftigen den zuständigen Fachbereich im Rathaus bereits seit einigen Monaten. Aus dem Rathaus heißt es dazu unmissverständlich: „Die Stadtverwaltung bringt sämtliche festgestellten Sachbeschädigungen konsequent zur Anzeige. Können Täter ermittelt werden, wird die Stadt zudem entsprechende Schadensersatzansprüche geltend machen.“
Zusätzliche Kosten für Papierkörbe belasten Stadtbudget
Die notwendigen Reparaturen und Ersatzbeschaffungen führten demnach zu einer „erheblichen zusätzlichen Belastung des begrenzten Budgets“, das für den Austausch beschädigter sowie für die Aufstellung neuer Papierkörbe zur Verfügung steht. Die dadurch gebundenen finanziellen und personellen Ressourcen fehlten an anderer Stelle bei der Pflege und Verbesserung des öffentlichen Stadtbildes.

Werden Papierkörbe umgestoßen oder zerstört, verteilt sich ihr Inhalt auf Straßen und Wiesen. Dies beeinträchtigt nicht nur das Stadtbild, sondern verursacht zugleich einen erhöhten Reinigungsaufwand. Und: Fehlen Abfallbehälter, werfen mehr Menschen ihren Müll einfach achtlos weg.
Vandalismus gefährdet geschütztes Biotop in Alstaden
Besonders betroffen ist laut Rathaus-Verwaltung unter anderem der Bereich des Biotops in Alstaden. Dort wurden Papierkörbe wiederholt abgetreten und teilweise von den Tätern in den umzäunten Bereich des Biotops geworfen. Besonders schlimm: Das Biotop ist als Schutzraum für Tiere und Pflanzen ausgewiesen.
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Auch an weiteren Standorten kam es zu erheblichen Beschädigungen. Am John-Lennon-Platz wurde ein neu aufgestellter Papierkorb bereits innerhalb weniger Tage von unbekannten Tätern abgetreten. In der Parkanlage zwischen Schmachtendorfer Straße und Oranienstraße wurde ein Papierkorb, der einen zuvor beschädigten Papierkorb ersetzte, kurz nach seiner Anbringung angezündet. Und das sind nur einige Beispiele.
Die Stadt zeigt sich mit ihrer Geduld am Ende und kündigt an, „weitergehende Maßnahmen zu prüfen“. Sie könnte etwa an stark betroffenen Standorten vorübergehend keinerlei Papierkörbe mehr aufstellen. „Im Interesse der Stadtsauberkeit appelliert die Stadt Oberhausen an alle Bürgerinnen und Bürger, sorgsam mit den öffentlichen Abfallbehältern umzugehen.“ Mögliche Zeugen der Taten werden gebeten, sich bei der Stadt zu melden: per E-Mail an abfallberatung@oberhausen.de oder telefonisch unter 0208-825-7777.






