Zusammenfassung

  • Baustellen auf den Straßen und den Schienen im Ruhrgebiet belasten die ansässigen Unternehmen.
  • Durch die gestiegene Zahl der zugelassenen Autos wird es auf den Straßen noch voller.
  • Die IHK findet: „Die Verkehrssituation ist bereits seit langer Zeit ein großer Wettbewerbsnachteil für die Meo-Region.“

Die angespannte Baustellen-Situation und die steigende Pkw-Dichte in Oberhausen besorgen die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Essen. „Die Verkehrssituation ist bereits seit langer Zeit ein großer Wettbewerbsnachteil für die Meo-Region“, schildert die IHK. Gemeint ist das Gebiet mit den Städten Mülheim an der Ruhr, Essen und Oberhausen.

Wir erwarten einen Stresstest für unsere Unternehmen, der sich auf mehrere Zeiträume verteilt.

IHK zu Essen, über die Verkehrssituation

Es werde deutlich, dass die Unternehmen mit der jetzigen Infrastruktur äußerst unzufrieden sind, so die IHK. Schließlich sei eine verlässliche Verkehrsverbindung die Basis für alle Produktionsprozesse der ansässigen Betriebe. „Mitarbeitende, Dienstleisterinnen und Dienstleister sowie Kundinnen und Kunden müssen die Betriebe und den Einzelhandel erreichen können“, heißt es.

A40 zwischen Mülheim und Essen eine Woche dicht

Doch das ist durch das Labyrinth an Baustellen rund um Oberhausen alles andere als einfach. Die interaktive Baustellen-Übersicht auf dem Portal der Stadt Oberhausen zeigt aktuell an 51 Orten die bekannten Verkehrszeichen für Baustellen an. Bis Donnerstag, 30. Juli, ist die A40 zwischen Mülheim und Essen noch gesperrt. Derzeit wird die Fahrbahn auf 5,8 Kilometern erneuert. Bei Mülheim-Styrum stehen im August noch Brückenarbeiten an.

Auch interessant

Damit nicht genug: Für den Sommer 2027 wurde zwischen Duisburg und Dortmund eine Korridorsanierung an den Bahnschienen angekündigt. Das betrifft den Zeitraum zwischen Freitag, 9. Juli, und Freitag, 15. Oktober 2027.

Täglich (außer Samstag)

Oberhausen-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!

Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Diese Arbeiten seien laut IHK „in Kombination mit der steigenden Pkw-Dichte ein massives wirtschaftliches Mismatch“. Denn nicht nur die Bauarbeiten beeinflussen Abläufe und Prozesse bei Unternehmen. In den vergangenen zehn Jahren ist die Dichte der Autos deutschlandweit gestiegen.

Pkw-Dichte in Oberhausen um 7,2 Prozent gestiegen

Bundesweit und in Nordrhein-Westfalen sind auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner durchschnittlich 593 Pkw zugelassen. In Oberhausen kommen auf 1000 Einwohner 539 Autos. Zehn Jahre zuvor waren es nur 503 Autos. Das entspricht einem Anstieg von 7,2 Prozent.

Brückenbau Weierstraße
Die Industrie- und Handelskammer ist durch die vielen Baustellen rund um die Meo-Region in großer Sorge. © FUNKE Foto Services | Lars Fröhlich

Auch in den Nachbarstädten Mülheim und Essen ist der Zuwachs deutlich zu spüren. In Mülheim ist die Pkw-Dichte um 5,4 Prozent gestiegen (2016: 534 Autos je 1000 Einwohner, 2026: 563 Autos je 1000 Einwohner). In Essen waren 2016 auf 1000 Einwohner durchschnittlich 477 Autos zugelassen, 2026 sind es 524 Autos (Anstieg um 9,9 Prozent).

Das Ergebnis der vielen Baustellen und der steigenden Autoanzahl: Es wird voller auf den Straßen. Die IHK findet: „Die angekündigten Baumaßnahmen auf Straße und Schiene sind notwendig und richtig. Dennoch erwarten wir einen Stresstest für unsere Unternehmen, der sich auf mehrere Zeiträume verteilt.“