25 Jahre hat Anja Niedringhaus in den Krisengebieten der Welt gearbeitet: in Bosnien, Libyen, Gaza, dem Irak, Afghanistan. Die Bilder der deutschen Fotografin waren auf Titelseiten der größten Zeitungen und Magazine zu sehen. Am 4. April 2014 starb sie im Alter von 48 Jahren bei einem Einsatz für die internationale Nachrichtenagentur „Associated Press (AP)“ im Osten Afghanistans.

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Ihre Arbeit inspiriert Journalisten bis heute, die ihren Lesern und Zuschauern die Realität auch an heiklen und gefährlichen Orten ungeschminkt schildern wollen. Welche Erfahrungen machen Journalisten, wenn sie aus gefährlichen Regionen der Welt berichten?

Bis zum Sonntag, 13. September 2026, erinnert die Ludwiggalerie im Schloss Oberhausen mit der Ausstellung „An vorderster Front“ an die Arbeiten der berühmten Bildjournalistin. Jetzt haben die Ludwiggalerie-Macherinnen am Samstag, 30. Mai 2026, zwei renommierte Journalisten der FUNKE-Mediengruppe eingeladen: Redakteur Jan Jessen und Fotograf André Hirtz. Sie berichten vor Publikum über ihre Erlebnisse in verschiedenen Kriegs- und Krisengebieten.

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Gesprächsnachmittag zur Arbeit „zwischen Front und Alltag“

Unter dem Titel „Zwischen Frontlinie und Alltag“ kann man um 16 Uhr den Vorträgen der beiden lauschen, anschließend Fragen stellen und diskutieren. Die beiden Journalisten waren häufig unterwegs in der Ukraine, Syrien, Israel, Afghanistan und im Irak. Im Zentrum des Nachmittags stehen die Erfahrungen der Menschen vor Ort: Wie verändert der Krieg den Alltag? Welche Geschichten verbergen sich hinter Bildern der Zerstörung und den Schlagzeilen internationaler Berichterstattung?

Die wichtigsten Daten der Ausstellung

Anja Niedringhaus, „An vorderster Front“, 10. Mai bis 13. September 2026, Ludwiggalerie im Schloss Oberhausen, Konrad-Adenauer-Allee 46, 46049 Oberhausen. Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag, 11 bis 18 Uhr.

Der Eintritt kostet 12 Euro (ermäßigt 6 Euro). Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen (30 Euro). Alle Informationen auch zu den Begleitprogrammen der Ausstellung stehen im Netz unter www.ludwiggalerie.de. Telefonisch erreicht man die Ludwiggalerie unter 0208-4124928.

Jan Jessen wurde kürzlich mit dem „Deutschen Pressefreiheitspreis“ ausgezeichnet. Seine Reportagen richten den Blick vor allem auf die zivile Perspektive in Konfliktregionen.

André Hirtz ergänzt den Nachmittag um den Aspekt, wie er seine journalistische Aufgabe als Fotograf sieht. Seine Arbeiten dokumentieren schließlich das Leben in Ausnahmesituationen. Für diese Arbeit erhielt er den Sonderpreis des NRW-Pressefotos zum Ehrenamt. Die Teilnahme ist frei – es fällt nur der reguläre Museumseintritt an.