Zusammenfassung

  • 14 Jahre lang gab es bei der Polizei in Oberhausen keine Puppenbühne.
  • Jetzt feiern die Stofftiere ihr Comeback.
  • Zwei Polizeibeamte nutzen das Puppentheater, um Vorschulkindern das korrekte Verhalten im Straßenverkehr beizubringen.

Der erste „Guten Morgen“-Ruf der Vorschulkinder wirkt noch etwas verhalten. Die Kids sind spürbar beeindruckt, als zwei Polizeibeamte vor die Menge treten. Wenn die Polizisten Kai Schürings und Tamara Windelschmidt mit ihren Händen die Puppen Gregor, Rosaly und Ede zum Leben erwecken, ist die Skepsis schnell verschwunden.

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Nach 14 Jahren feiert die Puppenbühne der Polizei ihr Comeback. Damals besuchten zwei Polizisten die Kindergärten in der Stadt, um den Vorschulkindern das korrekte Verhalten im Straßenverkehr beizubringen. Altersbedingt konnte das Projekt nicht fortgeführt werden.

Die Handpuppen Gregor, Ede und Rosaly zeigen Vorschulkindern, wie sie sich an Straßen und Ampeln richtig verhalten.
Die Handpuppen Gregor, Ede und Rosaly zeigen Vorschulkindern, wie sie sich an Straßen und Ampeln richtig verhalten. © Funke Medien NRW | Theresa Bienen

Mit Schürings und Windelschmidt haben sich nun zwei neue Verkehrserzieher gefunden, die spielerisch vor die Kinder treten. Erstmals finden die rund 30-minütigen Vorstellungen ab diesem Jahr auf der Polizeiwache an der Duisburger Straße statt. Bis zum Sommer sind 15 Termine für die rund 890 Vorschulkinder angesetzt. Zeitlich sei es nicht mehr möglich, die Kindergärten einzeln zu besuchen, erklärt Windelschmidt.

Verkehrserziehung ist bei Vorschulkindern besonders wichtig

In einer eigens konzipierten Geschichte um Fledermaus Gregor, Waschbär Ede und Esel Rosaly lernen die Kinder, wie sie sicher eine Straße überqueren und wie sie sich an Ampeln zu verhalten haben. Dass viele Kinder schon genau wissen, welche Gefahren im Straßenverkehr lauern können, merken die zwei Puppenspieler schnell bei ihren Vorführungen.

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Während der aufgedrehte Waschbär Ede ganz leichtsinnig die Straße überqueren möchte, hält ihn Esel Rosaly davon ab. Auch die Kinder rufen Ede laut zu, dass er erst warten und nach links und rechts schauen muss. Als Ede und Rosaly im Theaterstück dann noch auf dem Weg zur Eisdiele auf eine rote Ampel treffen, schreien die Kinder laut durch den Raum: „Es ist rooooot.“

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Ede und Rosaly bleiben stehen. Erst als die Ampel auf Grün springt, gehen sie los und belohnen sich mit einem Möhreneis mit Blumen. Für die Lieblingseissorte von Rosaly bekommt der Esel ein lautes „Bahhh“ aus dem Publikum zurück. Die Vorführung kommt bei den Kindern an, die Botschaft auch.

2025: 71 verunglückte Kinder im Straßenverkehr

Für die Verkehrserzieher bei der Polizei sei die Gruppe der Vorschulkinder die wichtigste Altersklasse, um präventiv vor Gefahren zu warnen, erzählt Polizeioberkommissarin Windelschmidt. „Diese Altersklasse können wir am besten erreichen. Die Vorschulkinder wissen noch am wenigsten und können am meisten dazulernen.“

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Im vergangenen Jahr verunglückten auf Oberhausener Straßen 71 Kinder im Alter zwischen einem Jahr und 14 Jahren. Die meisten davon waren als passive Verkehrsteilnehmer unterwegs. Sie saßen zum Beispiel in einem Auto, das an einem Unfall beteiligt war. Auf dem Weg zur Schule wurde ein Kind verletzt.