Die „Singpause Oberhausen“ feiert ihr zehnjähriges Bestehen. Zweimal pro Woche singen Kinder an der Hartmann-, Steinbrink-, Postweg- und Oranienschule. Rund 1000 Schülerinnen und Schüler nehmen nach Angaben von Projektleiter Veit J. Zimmermann aktuell teil.

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Seit 2016 haben rund 2500 Kinder die Singpause durchlaufen. Professionelle Singleiterinnen und Singleiter vermitteln bei diesem Projekt in Grundschulen Rhythmus, Gehörbildung und Stimmbildung nach der Ward-Methode. Die Singpause findet während der Unterrichtszeit statt und ist kostenlos. „Wir erreichen jedes Kind, unabhängig von Herkunft oder sozialem Status“, erklärt Zimmermann. Die Lehrer beobachten klare Effekte: Die Kinder konzentrieren sich besser, integrieren sich schneller und gewinnen Sicherheit im Umgang mit ihrer Stimme.

Doch das Jubiläum fällt in ein finanzielles Tief. Die Singpause ist eines der wenigen Projekte in NRW, das komplett ohne öffentliche Förderung arbeitet. Während es etwa in Düsseldorf, wo das Konzept ursprünglich entwickelt wurde, ein fest verankertes städtisches Modell gibt, trägt Oberhausen alle Kosten über Spenden und private Förderer. Die Finanzierung beruht vollständig auf Drittmitteln. Dadurch ist die Singpause anfällig für Schwankungen. Das Jubiläumsjahr zeigt diese Abhängigkeit deutlicher denn je.

Zwei Jubiläumskonzerte am 30. Juni 2026 in der Stadthalle

Am Dienstag, 30. Juni 2026, steht das große Jubiläumskonzert an. In zwei Vorstellungen verwandeln rund 1000 Kinder die Luise‑Albertz‑Halle in einen Chor. Zwei Konzerte (9.30 Uhr und 12 Uhr) zeigen in der Stadthalle, was die Kinder im Laufe des Schuljahres erarbeitet haben. Für viele ist es der erste Auftritt auf großer Bühne. Doch um das Schuljahr und das Konzert zu finanzieren, muss die Singpause bis zum 13. April 15.000 Euro sammeln. Die Crowdfunding‑Kampagne läuft bereits.

Am Dienstag, 30. Juni 2026, steht das große Jubiläumskonzert der Singpause in der Stadthalle an. Zwei Konzerte (9.30 Uhr und 12 Uhr) zeigen, was die Kinder im Laufe des Schuljahres erarbeitet haben. Doch um das Schuljahr und das Konzert zu finanzieren, muss die Singpause bis zum 13. April 15.000 Euro sammeln.
Am Dienstag, 30. Juni 2026, steht das große Jubiläumskonzert der Singpause in der Stadthalle an. Zwei Konzerte (9.30 Uhr und 12 Uhr) zeigen, was die Kinder im Laufe des Schuljahres erarbeitet haben. Doch um das Schuljahr und das Konzert zu finanzieren, muss die Singpause bis zum 13. April 15.000 Euro sammeln.© Klostermusikschule e.V. | Klostermusikschule

Der Zwischenstand fällt jedoch ernüchternd aus: Gut 5600 Euro, also knapp 40 Prozent, sind erst erreicht (Stand: 4. April). Es fehlen über 9000 Euro. Immerhin exakt 111 Unterstützer haben bis zum Ostersamstag gespendet. Die Kampagne endet aber bereits in wenigen Tagen, am Montag, 13. April 2026. Das Prinzip lautet dabei: „Alles oder nichts.“ Wird das Ziel nicht erreicht, fließt kein einziger Euro an das Projekt zurück.

Die Energieversorgung Oberhausen unterstützt die Singpause mit einem starken Anreiz. Jede Spende ab zehn Euro wird um 12,50 Euro aus dem EVO-Fördertopf erhöht. Dieser Bonus macht den Endspurt möglich – aber nur, wenn engagierte Spenderinnen und Spender mitziehen.

Singpause benötigt 300 private Unterstützerinnen und Unterstützer

Projektleiter Veit J. Zimmermann spricht von einem entscheidenden Moment. Die Singpause braucht viele Unterstützerinnen und Unterstützer, um das Ziel zu erreichen. „Wir hoffen auf 300 Unterstützer, die uns helfen, die Singpause auch für die nächsten zehn Jahre zu sichern“, meint Zimmermann. Jede Spende hilft doppelt. Die Zeit drängt. Das Projekt würde bei einem Spendenerfolg ein zentraler Baustein kultureller Bildung in Oberhausen bleiben. Es erreicht alle Kinder, unabhängig von Herkunft oder Einkommen. Es stärkt Gemeinschaft, Sprache, Rhythmusgefühl und Selbstbewusstsein.

Spenden sind unter www.oberhausen-crowd.de/singpause-10jahre möglich. VIP-Plätze für das Jubiläumskonzert gehören zu den angebotenen Prämien – als Dankeschön an die Spenderinnen und Spender. Die Singpause Oberhausen wurde 2016 als Projekt der Katholischen Kirchengemeinde Propstei St. Clemens gegründet. Seit 2021 ist die Singpause in der Trägerschaft der Katholischen Kirchengemeinde Propstei St. Pankratius und wird von der Klostermusikschule e.V. durchgeführt.