Die katholische St.-Antonius-Kirche in Oberhausen-Alstaden ist ein Herzstück des Stadtteils. 1896 ist hier der Grundstein für das Kirchengebäude gelegt worden, das 1897 geweiht worden ist und damit im nächsten Jahr 130 Jahre alt wird. Die Kirchenorgel stammt aus dem Jahr 1957. Sie ist jetzt dank zahlreicher Spenden umfassend saniert worden.

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Willi Niemeier, Projektleiter für die Orgelsanierung, freut sich riesig über die erfolgreiche Erneuerung des Instruments: „Ohne jeglichen Einsatz von Kirchensteuermitteln konnten der Förderverein und viele, viele Spender aus Alstaden dieses Vorhaben finanzieren.“
Die Alstadener Orgel ist von der renommierten Orgelbaufirma Seifert aus Kevelaer gebaut worden. Seit dem Jahr 1957 waren nur punktuelle Reparaturen erfolgt. Eine Generalüberholung hatte es in all den zurückliegenden Jahrzehnten nie gegeben. Und so entwickelte die Orgel in den letzten Jahren einen ziemlich beträchtlichen, von Staub und Ruß ausgelösten „Husten“, wie es ganz populär formuliert auf einem Infoblatt des Fördervereins St. Antonius zur Spendenaktion heißt.

Für die Sanierung war eine sechsstellige Eurosumme nötig. Viele Menschen spendeten spontan kleine und größere Beträge. Zudem konnten die Projektplaner auf zweckgebundene Spenden zurückgreifen, die teils schon seit vielen Jahren in St. Antonius bereitlagen. Die Orgelbaufirma Seifert, 1957 Erbauer der Orgel, hat die Generalüberholung übernommen.
Orgel wird nun digital gesteuert
So ist insbesondere die elektromechanische Steuerung ersetzt worden. Das neu eingebaute digitale System gilt als wartungsarm und präzise. Die ledernen Bälge, mit deren Hilfe die Orgel Luft holt, sind ausgetauscht worden. Die rund 1500 Pfeifen des 26 Register umfassenden Instruments sind von Staub und Ruß befreit und teils neu lackiert worden. Ein neuer Spieltisch, der modernen Ansprüchen genügt, steht nun auf der mit einem frisch verlegten Holzboden ausgestatteten Empore.
Viele weitere technische Details prägen das Projekt in der Alstadener Gemeinde, die seit dem 1. Januar 2026 zur neu geschaffenen katholischen Stadtkirche Oberhausen gehört. So kann die Orgel künftig aufgrund eines speziellen technischen Anschlusses auch vom zentralen Kirchenraum aus gespielt werden, indem man sie mit einem dort aufgestellten Tasteninstrument verbindet und sozusagen ferngesteuert zum Klingen bringt. Dies hat die Bürgerstiftung der Stadtsparkasse mit einer 5000-Euro-Spende ermöglicht.

Am Samstag, 18. April, können sich alle Alstadener persönlich vom neuen Wohlklang des Instruments überzeugen. Um 17 Uhr beginnt ein feierlicher Gottesdienst in St. Antonius, zu dem alle Spenderinnen und Spender sowie weitere Ehrengäste eingeladen sind. Horst Remmetz wird dann erstmals bei der Vorabendmesse auf der sanierten Orgel spielen.
Messe mit Bach-Kantate „Bleib bei uns“
Um dem Ganzen einen feierlichen Rahmen zu verleihen, gibt es zudem einen besonderen Programmpunkt: In der Mitte der Messe ist eine Kantate von Johann Sebastian Bach zu hören. Drei Vokalsolisten interpretieren „Bleib bei uns“ (BWV 6), unterstützt vom Kammerchor St. Antonius, von drei Oboen, zwei Violinen, Bratsche, Cello, Kontrabass und Orgel. Unter Leitung von Gregor Finke (Bass) singen Franziska Orendi (Alt) und Bohyeon Mun (Tenor); die Chor-Orgel spielt Christoph Scholz.

Der Eintritt ist frei. Eine Spende für die Orgelsanierung ist auch noch bei diesem Anlass möglich. Im Anschluss an die Messe wird es einen kleinen Empfang geben. Die Gäste können zudem an einer kurzen Orgelführung teilnehmen.




