• Die Ausstellung „Mythos Wald“ im Gasometer Oberhausen gibt dienstags bis sonntags Einblicke in das Ökosystem Wald.
  • Zu sehen sind eine beeindruckende Kunstinstallationen, spannende Exponate wie das Skelett eines Riesenhirsches und Fotografien rund um Natur, Klimawandel und Lösungen.
  • Alle wichtigen Infos für einen Besuch: Ticketpreise, Anfahrt, Führungen, Barrierefreiheit und besondere Angebote für Familien und Gruppen.

Der Oberhausener Gasometer gibt wieder einzigartige Einblicke in eine vielschichtige Lebenswelt: „Mythos Wald“ zieht in die beliebte Ausstellungshalle. Wir beantworten alle Fragen, die für einen Besuch wichtig sind.

Wann kann ich die Ausstellung „Mythos Wald“ im Gasometer besuchen?

„Mythos Wald“ ist bereits seit dem 20. März 2026 geöffnet und bleibt bis zum 28. November 2027 im Gasometer. Zunächst war nur geplant, die Schau bis Ende Dezember 2026 laufen zu lassen. Die Ausstellung gibt Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr Einblicke in das Ökosystem Wald. Die Kasse schließt um 17 Uhr. Ab 17.45 Uhr räumt der Gasometer das Panoramadach. In den Ferien in NRW öffnet „Mythos Wald“ auch montags.

Ausstellung Mythos Wald
Die Ausstellung „Mythos Wald“ im Oberhausener Gasometer öffnet noch bis Ende 2026.© FUNKE Foto Services | Socrates Tassos

Ticketpreise für „Mythos Wald“: Das kostet der Eintritt im Gasometer

Die Eintrittskarten sind nicht an ein bestimmtes Datum gebunden und gelten in der gesamten Ausstellungszeit. Online kommt eine Vorverkaufsgebühr von 1,75 Euro pro Buchung hinzu – dafür werden diese Besucher bevorzugt eingelassen.

  • Erwachsene (ab 18 Jahren): 14 Euro
  • Ermäßigt: 11 Euro (Kinder ab sechs Jahren, Schüler, Studierende, Auszubildende, Personen im BFD oder FSJ, Personen über 65 Jahre, Menschen ab einem Grad der Behinderung von 50, Empfänger von Sozialleistungen mit Bescheinigung, Gruppen ab 15 Personen)
  • Kinder bis fünf Jahre: Eintritt frei
  • Familienkarte: 33 Euro (zwei Erwachsene und bis zu fünf Kinder zwischen sechs und 17 Jahren)
  • Mini-Familie: 28 Euro (ein Erwachsener und zwei Kinder zwischen sechs und 17 Jahren)
  • Dauerkarte: 32 Euro (für die gesamte Laufzeit der Ausstellung gültig)

Mit der Ruhr.Topcard und der Ruhrkultur.Card brauchen Besucher keine Tickets. Mit der GEO-Card oder evo-Card und für Nabu-Mitglieder gibt es an der Kasse Rabatte.

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Ausstellung „Mythos Wald“: Was zeigt die neue Schau im Gasometer Oberhausen?

„Mythos Wald“ ist der dritte Teil einer Trilogie: Wie die beiden vorausgegangenen Ausstellungen „Zerbrechliches Paradies“ und „Planet Ozean“ sollen wissenschaftliche Fakten auf künstlerische Umsetzung treffen. Der Gasometer will nicht nur zeigen, wie bewundernswert und vielfältig die Natur ist, sondern auch Folgen des Klimawandels und mögliche Lösungen veranschaulichen. Bilder, Videosequenzen und besondere Exponate sollen einen Einblick in die Tier- und Pflanzenwelten geben.

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Highlights der „Mythos Wald“-Ausstellung in Oberhausen

Das unangefochtene Highlight ist „eine bisher noch nie realisierte Kunstskulptur“, heißt es aus dem Gasometer. „Der Baum“ soll die weltweit größte Innenraum-Lichtkunstinstallation sein. 35 Meter hoch ragt das Kunstwerk. Lichteffekte lassen den Baum in verschiedenen Phasen lebendig wirken. Eigens komponierte Musik soll die Installation zum Erlebnis machen.

Ausstellung Mythos Wald
Im wahrsten Sinne ein Highlight bei „Mythos Wald“: Die leuchtende Installation „Der Baum“ ragt 35 Meter in die Höhe.© FUNKE Foto Services | Socrates Tassos

Unter den Ausstellungsstücken ist zum Beispiel der Riesenhirsch einzigartig: Das Original-Skelett gehört zu einer Art, die vor rund 7000 Jahren ausgestorben ist. Nun können es Besucher im Gasometer Oberhausen bewundern.

Ausstellung Mythos Wald
Eines der Exponate von „Mythos Wald“: Das Riesenhirsch-Skelett können Besucher im Gasometer Oberhausen bestaunen.© FUNKE Foto Services | Socrates Tassos

Führungen im Gasometer: Diese Angebote hat die Ausstellung

Der Gasometer bietet verschiedene Führungen. Neben dem Preis für die Führung selbst müssen Besucher auch den Eintritt einkalkulieren:

  • Offene Führungen: sonn- und feiertags jeweils um 11 Uhr, 12.30 Uhr und 14 Uhr, Voranmeldung (online) empfohlen, circa eine Stunde, 5 Euro
  • Individuelle Führungen: Zeitpunkt nach Absprache, Buchung spätestens drei Wochen vor dem Termin, maximal 25 Teilnehmer, circa eine Stunde, 70 Euro (deutsch) oder 80 Euro (englisch, französisch, niederländisch)
  • Führung XXL: Zeitpunkt nach Absprache, Buchung spätestens drei Wochen vor dem Termin, maximal 25 Teilnehmer, circa 90 Minuten, 105 Euro (deutsch) oder 120 Euro (englisch, französisch, niederländisch)
  • Themenführung biblischer Inspiration (mit Theologen und Seelsorgern Marcus Tannebaum und Ralf Kasper): Termine nach Absprache mit den Guides oder online, circa eine Stunde, 70 Euro
  • Schulklassen: Angebote online einsehbar, 60 Euro (deutsch) oder 70 Euro (englisch, französisch, niederländisch)
Ausstellung Mythos Wald
Die Ausstellung „Mythos Wald“ können Besucher mit verschiedenen Führungen entdecken.© FUNKE Foto Services | Socrates Tassos

Mit Audioguides, die ausgewählte Exponate erklären, haben Besucher die Möglichkeit, die Ausstellung auf eigene Faust zu entdecken. Für 3,50 Euro können sich Erwachsene eines der Handgeräte leihen. Alternativ gibt es in den App-Stores Audioguides für 3 Euro.

Veranstaltungen im Gasometer rund um „Mythos Wald“

Derzeit ist nur die Veranstaltung Weihnachtssingen für das WDR2 Weihnachtswunder am 10. Dezember 2026 geplant. Das Event ist allerdings schon ausgebucht. Bisherige Veranstaltungen waren ein ökumenischer Gottesdienst und Vorträge von Förster und Autor Peter Wohlleben und Dokumentarfilmer Jan Haft. Mögliche folgende Veranstaltungen finden sich unter gasometer.de/termine.

Ausstellung Mythos Wald
Die Lichtinstallation „Der Baum“ in der Ausstellung „Mythos Wald“: Der Gasometer Oberhausen gibt zum dritten Mal besondere Einblicke in die Natur.© FUNKE Foto Services | Socrates Tassos

Anreise zum Gasometer in Oberhausen: So klappt die Anfahrt mit ÖPNV und Auto

Jeder Bus und jede Bahn ab der Trassenhaltestelle des Oberhausener Hauptbahnhofs fahren die Haltestelle „Neue Mitte“ an. Von dort geht man nicht weit bis zum Gasometer. Autofahrer nehmen auf der A42 die Ausfahrt Oberhausen-Zentrum und fahren in Richtung Zentrum. Von dort aus ist der Gasometer ausgeschildert. Die Adresse für das Navi lautet Arenastraße 11, 46047 Oberhausen.

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Kostenlose Parkplätze finden Besucher gleich am Gasometer. Behindertenparkplätze liegen direkt am Eingang zur Information. Sollte es richtig voll werden, sind am Centro Oberhausen weitere Stellplätze.

Westfield Centro Einkaufszentrum, Neue Mitte, Gasometer mit Ausstellung Das zerbrechliche Paradies, Borbeck, Oberhausen, Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Während der Ausstellung „Mythos Wald“ können Besucher wieder nah am Gasometer parken.© www.blossey.eu / FUNKE Foto Services | Hans Blossey

Wie barrierefrei ist die neue Ausstellung im Oberhausener Gasometer?

Der Gasometer Oberhausen bezeichnet sich selbst als „weitgehend barrierefrei“ und bietet barrierefreie Toiletten. Die Manege, auf der aktuell die Lichtinstallation „Der Baum“ zu sehen ist, ist für Gehbehinderte nicht vollständig zugänglich, ein Rundgang ist aber möglich. Alle Ebenen sind mit Aufzügen zu erreichen. Vor dem Eingang an der Infolounge gibt es Behindertenparkplätze.

Nach Absprache können sich Besucher Rollstühle leihen, am besten mit Reservierung rund zwei Wochen vorher. Schwerbehinderte mit dem Merkzeichen B im Ausweis können eine Begleitung kostenlos in den Gasometer mitnehmen. Dieses Ticket gibt es nur an der Kasse. Ab einem Grad der Behinderung von 50 bekommen Menschen mit Schwerbehindertenausweis das ermäßigte Ticket – zahlen also 11 statt 14 Euro. Auf Anfrage bietet der Gasometer gesonderte Führungen für Sehbehinderte. Hunde sind zwar nicht erlaubt, Assistenzhunde sind davon aber ausgenommen.

Ausstellung Mythos Wald
Einblicke in die neue Ausstellung „Mythos Wald“ im Oberhausener Gasometer.© FUNKE Foto Services | Socrates Tassos

Vom Gasspeicher zum Ausstellungsort: Was ist eigentlich ein „Gasometer“?

Der Gasometer in Oberhausen diente als Speicher für Gicht- und Koksgase aus der Stahlproduktion. 1927 begann der Bau des riesigen Gasbehälters. Mit 117,5 Metern Höhe und einem Durchmesser von 67,6 Metern war er bei der Fertigstellung 1929 der größte seiner Art in Europa.

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Im Zweiten Weltkrieg trafen mehrere Bomben den Gasbehälter, trotzdem wurde er erst gegen Kriegsende stillgelegt. 1946 geriet das Bauwerk bei Reparaturen in Brand und musste wiederaufgebaut werden. Unter anderem das Dach konnte erneut verwendet werden. Nachdem die Kokerei in Oberhausen schloss und man zunehmend auf Erdgas in Pipelines setzte, wurde der Speicher überflüssig und 1988 stillgelegt. Sechs Jahre später zog bereits die erste Ausstellung „Feuer und Flamme“ in den Gasometer ein.