Ob Instagram, TikTok oder Facebook – nach einer aktuellen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom nutzt die Hälfte der 16- bis 29-Jährigen ihre Social-Media-Kanäle zum Online-Einkauf, unter den 30- bis 49-Jährigen sind es 36 Prozent. Bezogen auf alle deutschen Internetnutzer sind es 29 Prozent.

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„Das ist durchaus problematisch“, sagt Iwona Husemann, Juristin bei der Verbraucherzentrale NRW. „Denn häufig verleiten die Designs zu unnötigen Impulskäufen, die Herkunft der Waren ist teilweise schwer nachzuvollziehen und die Apps sammeln zahlreiche Daten.“ Angelika Wösthoff von der Verbraucherberatungsstelle in Oberhausen klärt deshalb jetzt über die wichtigsten Fallstricke auf.
Dem ersten Kauf-Impuls widerstehen
„Viele Apps setzen gezielt auf Impulskäufe“, weiß Wösthoff. Schnell sei der „Kaufen“-Button geklickt. „Aber braucht man den angepriesenen Pulli wirklich?“ Ein Vergleich im stationären Handel könne helfen.
Nicht beeindrucken lassen sollte man sich von manipulativen Designs, sogenannten „Dark Patterns“. Dabei werde etwa durch einen Countdown beim Bestellvorgang oder durch Angaben, wie viele Personen einen Artikel ebenfalls schon im Warenkorb haben, Druck ausgeübt.
Skeptisch sollten Verbraucher auch bei Influencerinnen und Influencern sein, die häufig von Herstellern für ihre Produktwerbung bezahlt werden oder an eigenen Produkten verdienen.
Eigene Daten schützen
Käuferinnen und Käufer sollten darauf achten, welche persönlichen Informationen sie angeben und welche sicheren Zahlungsmethoden sie verwenden. „Werbung nach einer Bestellung kann man eindämmen, indem man in der App oder in den Einstellungen des Smartphones bzw. des Browsers Push-Benachrichtigungen ausschaltet und sich vom E-Mail-Newsletter abmeldet.“
Wenn bestellte Produkte nicht passen oder nicht gefallen, können Käufer das Recht auf Widerruf nutzen. Das Gesetz sieht dafür eine Frist von 14 Tagen nach Erhalt der Ware vor. Wenn das nicht klappt, hilft der Musterbrief der Verbraucherzentrale NRW, den man ausgefüllt dem Paket beilegen und per E-Mail an den Online-Shop schicken kann.
Auch an die Umweltfolgen denken
Beim Online-Shopping werden viele Waren zurückgeschickt. Offizielle Statistiken zur Zahl der Retouren gibt es nicht, aber schätzungsweise ist es bei im Internet bestellten Paketen jedes vierte. Bei Bekleidung geht vermutlich sogar jedes zweite Paket an den Händler zurück. Für 2025 geht die Forschung von etwa 550 Millionen Rücksendungen in Deutschland aus. Das verursacht mehrere hunderttausend Tonnen Kohlendioxid. Zurückgeschickte Neuware wird teils nicht wieder angeboten, sondern entsorgt.
Weiterführende Informationen gibt es unter der Internetadresse www.verbraucherzentrale.nrw/node/28123; der Musterbrief ist unter www.verbraucherzentrale.nrw/node/60076 zu finden.





