Zusammenfassung
- Ein dreifaches Helau! Mit dem Sturm aufs Rathaus startete in Oberhausen der Straßenkarneval.
- Rathaus, Gerichte und Polizei wurden symbolisch von den Närrinnen und Narren gestürmt.
- Das wechselhafte Wetter prägte die Veranstaltung. Doch die Feierlaune ließen sich die Jecken nicht nehmen.
„Jetzt geht‘s los. Sie sind nicht mehr aufzuhalten!“ In Oberhausen sind zur Weiberfastnacht (Donnerstag, 12. Februar 2026) die tollen Tage gestartet. Von morgens bis abends wurde gebützt und gefeiert. Unser Narrenticker.
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19 Uhr: Hinter den Kulissen des Altweiberballs sprechen die Königshardter Gastgeber schon über die Künstlerinnen und Künstler der kommenden Session. Die 1. KG Königshardt schickt 2027 zur Weiberfastnacht den bekannten Mallorca-Sänger Tim Toupet („Du hast die Haare schön“) in den närrischen Ring.

18 Uhr: Es ist ein Heimspiel für die Paginnen von Stadtprinz Christian I. (Bräunlich) samt Tanzgarde. Das gibt ordentlich Jubelpunkte. Partysängerin Ina Colada ist natürlich wieder dabei. Auch der frühere DSDS-Sieger Davin Herbrüggen („The River“) hat im kochenden Saal mit den Möhnen leichtes Spiel. Der Sänger meint: „Auf die Oberhausenerinnen ist immer Verlass!“
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17 Uhr: Im Oberhausener Norden steppt nicht der Bär – es tanzen die jecken Frauen. In der Turnhalle der Heinrich-Böll-Gesamtschule feiert die 1. KG Königshardt ihre umjubelte Altweibersitzung. Der Vorsitzende Piet Emmel berichtet zufrieden: „Alle 600 Eintrittskarten waren schon drei Monate vor dem Start ausverkauft.“ Mehr noch: Am Karnevalsfreitag geht es mit ebenso vielen jungen Jeckinnen bei der Kindersitzung an gleicher Stelle weiter.

16 Uhr: Jetzt geht‘s in die Stadtteile. Im gesamten Stadtgebiet starten mehr als 20 Altweiberbälle. In der Innenstadt ziehen etliche Möhnen zur Stadthalle. Dort feiert die KG Weiß-Grün Hoag. Bei den Tollitäten übernehmen die Paginnen das Kommando. Mittlerweile scheint auch kurz die Sonne. Diese Weiberfastnacht ist wirklich jeck.
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15.30 Uhr: Im „Uerige Treff“ am Friedensplatz rüsten sich die Mitarbeiter für den Altweiberball. Die Tische sind größtenteils ausgeräumt. Einlassbändchen werden für Tanz, Süppeln und Bützen von Hand auseinandergeknibbelt. Karneval ist manchmal eben Sisyphusarbeit.

15 Uhr: Oberhausen ist wirklich jeck! Darum haben einige Vereine sogar närrische Fanartikel aufgelegt. Die KG Alstadener Bären besitzt nun eine Flachmann-Kollektion mit Vereinslogo. Gluck, gluck! Die KG Blau-Gelb St. Marien positioniert sich gesellschaftlich mit ihrem Vereinspin. „Jeder Jeck ist anders – Narren sind bunt und nicht braun“ steht auf dem Karnevalsschmuck. Die Haltung zum Anheften ist für 3,50 Euro bei den Vereinsmitgliedern käuflich zu erwerben.
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14.40 Uhr: Im Festzelt des Traditionscorps „Blaue Funken“ vor dem Rathaus steigt die jecke Stimmung, es wird zu karnevalistischen Hits getanzt. Security-Mitarbeiter kontrollieren die närrischen Gäste am Eingang, es herrscht vor dem Rathaus ein Glasverbot für mitgebrachte Flaschen und Gläser.

14.15 Uhr: Das Rathaus ist erobert! „Die Macht im Rathaus nach nur drei Monaten wieder abzugeben, tut schon weh“, sagt Neu-Oberbürgermeister Thorsten Berg in seiner launigen Rede. „Aber der Kämmerer hat mir einen Tipp gegeben: Gib den Schlüssel ruhig ab.“ Schließlich hätte ja auch er noch keinen verschollenen Tresor gefunden, um das leere Stadtsäckel aufzufüllen. Tusch!
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13.45 Uhr: Der Sturm auf die städtischen Trutzburgen läuft. Die Mächtigen werden entmachtet. Auch Stadtprinz Christian I. (Bräunlich), der wegen einer Erkältung in den vergangenen Tagen flach lag, ist wieder mit dabei. Die Polizei, das Finanzamt und das Amtsgericht werden erobert. In der kleinen Wache an der Marktstraße wird Oberhausens Polizeipräsidentin Sylke Sackermann in symbolische Haft genommen.

Auch am Amtsgericht kann Richter Marc Voosen trotz närrischer Verteidigungsrede und vieler Paragrafen die Einnahme durch die Jecken nicht verhindern. Direktor Christian Happe wird in jecke Ketten gelegt. Im Finanzamt schützt selbst ein gewaltiger Rotstift die stellvertretende Leiterin Miriam Eicken nicht. Festnahme! Jetzt geht es weiter ins Rathaus, wo Oberbürgermeister Thorsten Berg (SPD) schon auf den Treppenstufen wartet.
Karneval Oberhausen: Sturm aufs Rathaus – Stadtprinz wieder an Bord
13.11 Uhr: Oben gute Laune, unten gute Laune! Der Regen hat endlich aufgehört. Die jecke Karawane kann ohne geöffnete Regenschirme den Altmarkt verlassen. Kostümierte frohlocken: „Nee, watt is dat schön!“
12.45 Uhr: Gleich beginnt der Sturm aufs Rathaus. Streng genommen ist der Tross der erste Karnevalszug durch Oberhausen. Allerdings noch ohne Kamelle. Wer sich auf die vier Karnevalszüge vorbereiten möchte, bitte schön: Kinderkarnevalszug (Nelkensamstag/Osterfeld), Zug durch Alt-Oberhausen (Tulpensonntag/Innenstadt), Pöstertreck (Rosenmontag/Alstaden) und Rosenmontagszug Vondern.

12.30 Uhr: Da simma (trotzdem) dabei! Jeckinnen und Jecken, die dem Regenwetter trotzen, haben Spaß. Eine bunte Clownparade bringt wirklich Farbe ins Geschehen. Viele Verkleidete verstecken sich unter kurzfristig aufgebauten Altmarkt-Schirmen. Ganz Pfiffige verkrümeln sich ins plötzlich geöffnete Gdanska-Restaurant an die jecke Theke.
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12 Uhr: Wer ist für das schlechte Wetter verantwortlich? Altmarkt-Moderator Sascha Görlitz antwortet auf die Reporter-Frage direkt auf der Bühne. „Ob ich meinen Teller nicht leergegessen habe? Das kann nicht sein.“ Als Beweis deutet der AOK-Elferratspräsident ironisch auf seinen Bauch. Stimmt, wohlgenährt. Der erste Lacher des jecken Mittags.

11.30 Uhr: Als erste Musikgruppe steht „Lions Three“ am Mikrofon und verteilt rote Rosen an Frauen im Publikum. Das schlechte Wetter wirkt sich auf die Besucherzahlen aus. Rund 200 Närrinnen und Narren haben sich zum ersten Helau unter freiem Himmel versammelt – in den vergangenen Jahren waren es teilweise dreimal so viele.
Karneval Oberhausen: Bunte Schirme im närrischen Regenwetter
11.11 Uhr: Ausgerechnet zum offiziellen Start des Straßenkarnevals regnet es keine Kamelle, sondern es kommt ordentlich Regen vom Himmel herunter. Die Delegation der ehrwürdigen Alten Oberhausener Karnevalsgesellschaft Weiß-Rot (AOK) eröffnet den „Närrischen Altmarkt“ vor einer bunten Kostüm- und Schirmparade.
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11 Uhr: Oh no! Plötzlich ist wieder Karneval – und es hängt noch kein Kostüm im Schrank? Ob Frohsinn oder Unsinn, ist jedem Narren selbst überlassen. Vielleicht dient die Kostümsitzung der Karnevalsgesellschaft „Styrumer Löwen“ als Anregung? >> Hier geht‘s zu unserem Bericht <<

10.45 Uhr: Der Countdown läuft. Die Jecken zieht es zum Altmarkt. Hier geht‘s um 11.11 Uhr beim „Närrischen Altmarkt“ der Alten Oberhausener Karnevalsgesellschaft (AOK) Weiß-Rot los. Mal schauen, ob sich das trübe Wetter auf die Besucherzahl auswirkt. Es werden mehrere hundert Menschen erwartet. Immerhin: Am Himmel wird es etwas heller.
Karneval Oberhausen: Süße Berliner mit Herz-Garnitur sind angesagt
10.15 Uhr: Zur Weiberfastnacht steigt der Zuckerspiegel. Der Blick in die Auslage einer Bäckerei in der Oberhausener Innenstadt verrät: Neben schon etablierten Eierlikör-Berlinern sind glasierte Berliner mit Liebesperlen und Herz-Dekoration der Hit. Klar doch, am Nelkensamstag ist zugleich Valentinstag. Die süßen Schmatzer kosten knapp über 2 Euro.
10 Uhr: Am Hauptbahnhof trudeln erste Kostümierte ein. Eine Busfahrerin hat sich Hasenohren aufgesteckt. Jüngere Jecken im Bärenkostüm schauen auf die Anzeigetafel in der Bahnhofshalle. Für sie geht’s nach Köln. Aus dem Handy schallt unmissverständlich: „Viva Colonia!“ Na, dann viel Spaß!

9.45 Uhr: Ja, ist Petrus etwa jeck? Statt Sonne satt hängen dunkle Wolken am Himmel. Da kann man eigentlich nur Karneval feiern – und zwar kunterbunt. Zumindest, wenn man am Donnerstag Urlaub hat.









