Pendlerinnen und Pendler müssen sich auf Ausfälle im Bus- und Bahnverkehr einstellen. Die Gewerkschaft Verdi ruft am Montag, 2. Februar 2026, zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Betroffen sind Linien im gesamten Ruhrgebiet, auch in Oberhausen.

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Für Nachfragen ist am Montag nur noch das Oberhausener Stoag-Kundencenter am Hauptbahnhof geöffnet, die Servicekräfte sind nach Stoag-Informationen von 8 bis 18 Uhr erreichbar; die Standorte Sterkrade und Neue Mitte am Centro bleiben geschlossen.

Verdi kündigt an, dass am Montag in der ganzen Region „mit Ausfällen und erheblichen Einschränkungen im Bus- und Bahnverkehr zu rechnen“ ist. Regional- und S-Bahnen sind allerdings nicht von dem Streik betroffen. Hintergrund des Streiks sind die laufenden Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen NRW-Arbeitgeberverband. Am 21. Januar 2026 wurde die erste Verhandlungsrunde in Köln ergebnislos beendet.

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Um die Mobilität zumindest teilweise zu sichern, richtet die Stoag nach eigenen Angaben ein eingeschränktes Ersatzangebot in Oberhausen ein. Auf der Straßenbahnlinie 112 verkehren nur noch Busse zwischen Landwehr (Stadtgrenze Mülheim) und Sterkrade Bahnhof – von etwa 4 bis 20 Uhr im 15‑Minuten‑Takt, anschließend bis Mitternacht alle 30 Minuten.

Auf anderen Linien der Stoag werden die Fahrpläne kräftig ausgedünnt, die Fahrgäste müssen länger auf den nächsten Bus warten. Sie fahren weitgehend nur noch im 30-Minuten-Takt. Die Stoag gibt offiziell folgende Änderungen an:

Von etwa 4 bis 20 Uhr fahren im 30‑Minuten‑Takt und danach bis Mitternacht stündlich: die Buslinie 143 zwischen Fröbelplatz und Königsberger Straße, die 957 zwischen Tulpenstraße und Graßhofstraße, der Schnellbus (SB) 90 zwischen Holten Markt und Heinrich‑Böll‑Gesamtschule sowie der SB94 zwischen Sterkrade Bahnhof und Oberhausen Hauptbahnhof.

Mehr Revierflitzer im Einsatz

Der SB92 fährt zwischen Osterfeld Mitte und Falkestraße und wird anschließend als SB98 bis Sterkrade Bahnhof fortgeführt; in Gegenrichtung verkehrt der SB98 von Sterkrade Bahnhof bis Falkestraße und fährt weiter als SB92 bis Osterfeld Mitte.

Zusätzlich sind die Revierflitzer ab 21 Uhr mit mehr Fahrzeugen als üblich im Einsatz. Auf den städteübergreifenden Linien 935 und 995 setzt der Busverkehr Rheinland Ersatzleistungen ein; die Vestische Straßenbahnen GmbH bietet Ersatzfahrten auf den Linien SB91 und 263 an.

Alle anderen hier nicht angegebenen Busfahrten im Oberhausener Stoag-Gebiet fallen nach Darstellung der Stoag-Pressestelle aus.

Alle Fahrten sind in der elektronischen Fahrplanauskunft und in der Stoag‑App hinterlegt. Die Stoag empfiehlt, Verbindungen vor Fahrtantritt online oder in der App zu prüfen. Das Verkehrsunternehmen weist ausdrücklich darauf hin: Am Streiktag gilt im gesamten VRR-Gebiet keine Mobilitäts‑ oder Anschlussgarantie – und auch kein Pünktlichkeitsversprechen.

Ruhezeit von elf Stunden verlangt

In NRW fordern die Beschäftigten des öffentlichen Nahverkehrs eine Entlastung im Arbeitsalltag. Konkret fordern sie die wöchentliche Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich zu kürzen und die Ruhezeit zwischen den Schichten auf mindestens elf Stunden zu erhöhen.

An Sonntagen soll es einen Zuschlag von mindestens 40 Prozent geben. „Es braucht spürbare Verbesserungen, um dem Personalmangel in der Branche zu begegnen“, sagt Michael Sievers, Gewerkschaftssekretär von Verdi.