Bei all den düsteren Nachrichten über die Wirtschaftslage gibt es doch noch Erfreuliches. Die Arbeitsagentur meldet einen „soliden Rückgang der Arbeitslosigkeit um rund einen Prozent“. Einen solch starken Rückgang im Wintermonat Dezember hat es nach Angaben von Arbeitsagentur-Chef Jürgen Koch in Oberhausen zuletzt vor vier Jahren gegeben, im Dezember 2021. Zu Ende des Jahres 2025 hatte Oberhausen eine Erwerbslosenquote von 11,2 Prozent.
Arbeitslosenquote in Oberhausen bleibt weiterhin über elf Prozent
Die positive Entwicklung wird allerdings dadurch eingeschränkt, dass damit noch immer die traurige Marke von elf Prozent Arbeitslosenquote überschritten wird. Jahrelang war es Oberhausen gelungen, unter elf Prozent zu bleiben. Doch im Sommer 2024 hatte es mit diesem positiven Trend ein Ende.

Die derzeitigen 11,2 Prozent (Stand 31. Dezember 2025) bedeuten wiederum, dass 12.595 Menschen arbeitslos gemeldet waren. Das sind 117 Personen weniger (minus 0,9 Prozent) als im November, aber 291 Personen bzw. 2,4 Prozent mehr als im Dezember 2024.
Jobcenter übernimmt Betreuung von 77 Prozent der Arbeitslosen
2952 Erwerbslose waren bei der Agentur für Arbeit registriert. Das sind neun Betroffene mehr als im Vormonat und 554 mehr als im Vorjahr. Wiederum 9643 Menschen bezogen Leistungen vom Jobcenter. Das sind 126 Menschen weniger als im Vormonat und 263 weniger als im Vorjahr. Damit werden derzeit 77 Prozent aller Arbeitslosen in Oberhausen vom Jobcenter betreut.

Stark zurückgegangen ist die Zahl der jungen Arbeitslosen unter 25 Jahren. Zum Jahresende waren es noch 1001, ein Minus von 48 Arbeitslpsen im Vergleich zum November 2025, aber 62 junge Leute mehr als im Vorjahresmonat. Die Jugendarbeitslosenquote sank um 0,4 Prozent auf 9,4 Prozent.
Offene Stellen: Über 2400 Jobs in Oberhausen bleiben unbesetzt
Ebenfalls rückläufig war die Zahl im Bereich der Unterbeschäftigung. Dazu zählen neben den Arbeitslosen diejenigen Menschen, die zum Beispiel wegen der Teilnahme an Qualifizierungs- oder Beschäftigungsmaßnahmen oder auch aufgrund von Krankheit oder Regelungen zum Vorruhestand nicht als arbeitslos gezählt werden. Das waren 15.320 Oberhausener Bürger und damit 127 weniger als im Vormonat und sogar 265 weniger als im Vorjahr.
Trotz der seit drei Jahren anhaltenden Wirtschaftskrise in Deutschland suchen die örtlichen Unternehmen immer noch eine erhebliche Zahl an Beschäftigten. 266 neue Stellen wurden der Agentur im Dezember gemeldet. Das sind zwar 125 weniger neue offene Stellen als im Vormonat, aber der Rückgang ist nach Worten von Jürgen Koch nicht ungewöhnlich, „da viele Unternehmen Personalentscheidungen, aufgrund von Betriebsferien und Abwesenheiten der Personalverantwortlichen, auf das neue Jahr verschieben“.
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Immerhin: Die Zahl der neuen Jobangebote im Dezember lag um 43 höher als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Insgesamt sind 2463 freie Stellen gemeldet, unter anderem im Baugewerbe, im Handel, in der Instandhaltung und der Reparatur von Kraftfahrzeugen sowie im Gesundheits- und Sozialwesen. Offene Stellen gibt es auch in den Bereichen Dienstleistungen, Verkehr und Lagerei.



