Großer Bürgerfrust im Brücktorviertel: Eine Anwohnerin hat kurz vor dem Jahreswechsel eine Mail an die Beschwerdestelle der Stadt Oberhausen geschrieben und auch die Redaktion eingeschaltet. Wilder Müll stapelt sich im Brücktorviertel an Sammelcontainern. Und das nicht zum ersten Mal.

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„Im Beisein meiner Freundin habe ich die Aufnahmen am 29. Dezember gegen 12 Uhr am Abfallcontainer-Standort Lipperheidstraße/Brücktorstraße gemacht“, schreibt die Anwohnerin. An einem der Kartons sei sogar noch der Empfänger-Aufkleber vorhanden gewesen.

Bewohner fordern Kameras gegen Müllsünder

Die Oberhausenerin appelliert an die Stadtverwaltung: „Ich bitte Sie – auch im Namen meiner zahlreichen Nachbarn – um entschiedenes Reagieren auf solche Zustände!“ Die Bürgerin hält die Installation von Überwachungskameras für eine geeignete Abschreckung. „Wir sind immer wieder von der Verwaltung informiert worden, dass dies nicht zulässig wäre. Allerdings wissen wir, dass viele Städte in Deutschland dies gewagt haben, denn Vermüllung von Flächen kann zu Verbreitung von Krankheiten führen, was wiederum die Gesundheit der Bewohner gefährdet.“

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Es sei bereits wiederholt zum Auftreten von Ratten an diesem Standort und auf den umliegenden Grundstücken gekommen, berichtet die Frau weiter. „Wir fühlen uns von der Stadtverwaltung und der Politik in Oberhausen nicht beachtet.“ Die Bürger würden immer mehr von der Stadt per Abgaben und Gebühren zur Kasse gebeten, doch es fehle an spürbarem Service und auch an einer konsequenten Verfolgung von illegalen Müllentsorgern. „Brav holt praktisch jeden Montag die WBO den illegal entsorgten Abfall ab, ohne richtig durchzugreifen. Wofür hat die Stadt zusätzliche Abfalldetektive eingestellt? In unserem Wohnviertel scheinen sie zu falschen Zeiten zu recherchieren, falls sie überhaupt hier erscheinen.“

Die Bürgerin verweist auf mehrere Meldungen von ihr und anderen Hauseigentümern sowie Bewohnern der Brücktorstraße und Lipperheidstraße im vorigen Jahr und sie bittet nochmals um konkretes und entschlossenes Handeln der Stadtverwaltung sowie um ein Gespräch vor Ort.