Zusammenfassung
- Einem Spaziergänger fällt im Sterkrader Wald auf, dass der fast zwei Meter hohe Torso einer Hainbuche völlig zerstört wurde.
- Der Baumstumpf galt im Sterkrader Wald als Naturdenkmal und sollte an den früheren Oberförster Hoffmann erinnern.
- Warum der Baum beschädigt ist, ist noch unklar. Ein früherer Naturschutzwächter vermutet Vandalismus.
Wenn Johannes Heiermann durch den Sterkrader Wald spaziert, bleibt er gerne an dem Stumpf einer Hainbuche stehen. Er kennt die Geschichte dieses Baumes genau. Der Stumpf erinnert an den früheren Oberförster Hoffmann, weil er dort regelmäßig Pausen gemacht haben soll. Er wird in Königshardt als Naturdenkmal geehrt und trägt den Namen „Hoffmannsruh“. Doch mit der Ruhe scheint es jetzt vorbei zu sein.

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„Bei meinem Spaziergang am Sonntagmorgen traute ich meinen Augen nicht: Die Hainbuche mit Namen ,Hoffmannsruh‘ im Sterkrader Wald in Nähe des Nordfriedhofes war nicht wiederzuerkennen.“ Der einst fast zwei Meter hohe Torso sei fast vollständig zerstört worden. Nur zwei Teile der Rinde seien noch verblieben. „Wieder wurde ein Stück vertrauter Heimat durch Vandalismus vernichtet“, ist Johannes Heiermann enttäuscht.

Die Hainbuche soll ein Lieblingsplätzchen des Försters gewesen sein, der sich bis 1951 um den Sterkrader Wald kümmerte. In den vergangenen Jahrzehnten sei der Baum mehrmals aus Sicherheitsgründen gekappt und zurückgeschnitten worden, berichtet der frühere Naturschutzwächter Heiermann. Ob es sich wirklich um Vandalismus handelt, bleibt zunächst unklar.
Proteste wegen Autobahnausbau im Sterkrader Wald
Der Sterkrader Wald erfreut sich bei Spaziergängern aus Oberhausen und Umgebung großer Beliebtheit. Seit Jahren ist er aber auch Gegenstand einer öffentlichen Auseinandersetzung: Für den Ausbau des Autobahnkreuzes A2, A3 und A516 sollen mehrere tausend Bäume gerodet werden. Die Proteste dagegen lassen nicht nach, für den Erhalt setzt sich unter anderem ein Bündnis ein, das Unterschriften sammelt. Jüngst sorgte eine Finanzierungslücke, wegen der Autobahnprojekten eine Verzögerung droht, für Hoffnung unter Naturschutzkämpfern. Nach Angaben der Autobahn GmbH befindet sich das Projekt weiterhin im Planfeststellungsverfahren.





