Zusammenfassung

  • Jahr für Jahr steigt die Zahl der Wohnungseinbrüche in den Wintermonaten.
  • Von Ende September bis Anfang Dezember hat die Oberhausener Polizei 94 Wohnungseinbrüche gemeldet.
  • Die Polizei empfiehlt als Schutzmaßnahme helle Beleuchtung am Gebäude und in der Wohnung und Türen und Fenster immer abzuschließen. Auch Smarthome-Systeme können helfen.

Dass in den Wintermonaten eines jeden Jahres die Zahl der Wohnungseinbrüche steigt, ist kein Geheimnis. Schließlich werden die Tage immer kürzer, es wird früher dunkel. Doch wie sieht die Oberhausener Polizei die aktuellen Entwicklungen bei Wohnungseinbrüchen? Wie viele Einbrüche wurden in den letzten Monaten gemeldet und wie können Bürgerinnen und Bürger ihr Heim schützen?

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Im Vergleich zu den Sommermonaten werde im Herbst und Winter mehr in Wohnungen eingebrochen, berichtet René Anhuth, Pressesprecher der Polizei in Oberhausen. Dadurch, dass es früher dunkel wird, hätten Täter „günstigere Bedingungen, weshalb diese Entwicklung saisonal und nicht ungewöhnlich ist“. Die aktuellen Fallzahlen bewegen sich laut Anhuth auf einem ähnlichen Niveau wie in den Vorjahren.

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Im wöchentlich veröffentlichten Einbruchsradar der Polizei ist von 94 gemeldeten Wohnungseinbrüchen zwischen dem 29. September und dem 7. Dezember 2025 die Rede. Pro Woche kamen in diesem Zeitraum zwischen vier und 15 Wohnungseinbrüche hinzu. Eine Gesamtzahl für 2025 wird mit dem jährlichen Kriminalitätsbericht im ersten Quartal 2026 veröffentlicht.

2024 wurden in Oberhausen 394 Wohnungseinbrüche gemeldet

Im Jahr 2024 lag die Zahl der Wohnungseinbrüche bei 394. Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Anstieg von 4,23 Prozent erfasst (2023: 378 Fälle). Allerdings zeigt die Statistik auch, dass die Aufklärungsquote von 10,32 Prozent auf 19,80 Prozent gestiegen ist. Schauen wir mal weiter zurück in die Vergangenheit. 2015 kam es in Oberhausen zu 785 Wohnungseinbrüchen, ein Jahr später waren es 745 – das sind die Höchstwerte seit 2015. 2021 war die Zahl an gemeldeten Wohnungseinbrüchen mit 218 so niedrig wie nie in den letzten zehn Jahren. Dass während der Corona-Pandemie viele Bürgerinnen und Bürger zu Hause gewesen sind und selten verreist sind, hat dieses Ergebnis beeinflusst.

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Einen Oberhausener Stadtteil, in dem sich Täter besonders häufig Zugang zu Wohnungen oder Häusern verschaffen, lasse sich nicht erkennen. Anhuth: „Wohnungseinbrüche verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet von Oberhausen.“ Trotzdem gibt es einige Maschen, die die Täter immer wieder anwenden. Besonders in der dunklen Jahreszeit sei es wichtig, dass Bürgerinnen und Bürger die Augen und Ohren offen halten und verdächtige Beobachtungen direkt an die Polizei melden, fügt der Polizeisprecher hinzu.

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Häufig verschaffen sich Einbrecher Zugang über Fenster und Türen, die auf der Rückseite des Gebäudes liegen. Bei einem Fall aus Dümpten stiegen die Einbrecher Ende November über das geschlossene Garagentor zur Terrassentür und hebelten diese auf. In Mehrfamilienhäusern machen sich Einbrecher häufig an den Haustüren zu schaffen. Täter würden außerdem darauf achten, dass die Bewohner nicht zu Hause sind, erklärt Anhuth.

Polizei rät: „Lassen Sie Ihr Haus bei Abwesenheit bewohnt aussehen.“

Die Polizei hat einige Tipps parat, wie Bürgerinnen und Bürger ihr Zuhause bestmöglich schützen können. Sie rät, Fenster, Balkon- und Terrassentüren immer zu verschließen, wenn keiner da ist – auch bei kurzer Abwesenheit. Schlüssel von Fenstern und Türen sollten immer abgezogen werden und die Türen immer abgeschlossen sein, nicht nur zugezogen werden.

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Außerdem sagt die Polizei: „Lassen Sie Ihr Objekt bei Abwesenheit bewohnt aussehen.“ Zum Beispiel, indem Rollläden tagsüber geöffnet bleiben und nur nachts geschlossen werden. Kletterhilfen wie Leitern, Gartenmöbel oder Mülltonnen sollten gesichert werden, damit Täter nicht einfach in obere Etagen gelangen.

Illustration zum Thema Einbruch
Im wöchentlich veröffentlichten Einbruchsradar der Polizei Oberhausen kommen seit Ende September 94 Wohnungseinbrüche zusammen.© dpa/Symbolfoto | Frank Rumpenhorst

Damit im Falle eines Einbruchs einfacher überprüft werden kann, ob wertvolle Gegenstände gestohlen wurden, empfiehlt die Polizei das Anlegen eines Wertsachenverzeichnisses mit Fotos. Zusätzlich sollten wertvolle Gegenstände und wichtige Dokumente in einem geprüften Wertbehältnis aufbewahrt werden.

Mögliche Schwachstellen am Haus oder der Wohnung können durch geprüfte Sicherungstechniken abgesichert werden. In einem Einbruchsfall im November hat das Smarthome-System Einbrecher vermutlich in die Flucht geschlagen. Im Stadtteil Königshardt gingen die per Zeitschaltuhr gesteuerten Jalousien automatisch herunter, was die Täter offenbar verschreckte. Auch smarte Beleuchtung, zum Beispiel Bewegungsmelder können helfen, um unliebsame Eindringlinge zu verscheuchen.