Zusammenfassung

  • Im Oberhausener Stadtteil Königshardt fehlt zum ersten Mal seit 16 Jahren der bekannte Riesen-Adventskranz im zentralen Kreisverkehr, nachdem ein Sturm im vergangenen Jahr zwei der Kerzen beschädigt hatte.
  • Als Ersatz sorgt dort nun ein großer, von Karsten Kray gespendeter Tannenbaum mit Lichterkette für weihnachtliche Stimmung.
  • Am vierten Adventssonntag, dem 21. Dezember, findet zudem wie gewohnt das beliebte vorweihnachtliche Treffen mit Spendenaktion auf dem Theodor-Spiering-Platz statt.

Tradition verbindet. Im Oberhausener Stadtteil Königshardt hat diese Aufgabe all die Jahre ein überdimensionaler Adventskranz erledigt. Die Ehrenamtler, die ihn Jahr für Jahr auf dem zentralen Kreisverkehr aufstellten, nannten ihn liebevoll den „größten Adventskranz der Welt“. Mit Sicherheit aber war er besonders schön - leider „war“. Denn in diesem Jahr ist er nicht da.

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„Es hat schon etliche Nachfragen gegeben“, berichtet Thomas Meller, Vorsitzender der Königshardter Interessengemeinschaft (KIG), die sich um das Stadtteilleben kümmert. Doch das Verschwinden des Kranzes ist ein Fall höherer Gewalt: Nach Angaben der KIG pustete im vergangenen Jahr ein heftiger Sturm zwei der Kerzen um. Die Reparatur gestaltete sich als schwierig. Die Männergruppe „Männer85“, die die Idee des winterlichen Arrangements hatte, strich die Segel: Nichts mehr zu machen. „Wir haben die Idee aber noch nicht aufgegeben“, sagt Meller.

Im vergangenen Jahr hatten die Ehrenamtler wie jedes Jahr die Kerzen auf den Kreisverkehr in Königshardt gestellt. Doch ein Sturm bließ zwei der Kerzen um.
Im vergangenen Jahr hatten die Ehrenamtler wie jedes Jahr die Kerzen auf den Kreisverkehr in Königshardt gestellt. Doch ein Sturm bließ zwei der Kerzen um.© Michael Spiering

Vorerst aber, und zum ersten Mal seit 16 Jahren, gibt es keine Kerzen mehr auf dem Kreisverkehr, und damit keinen Adventszauber. Immerhin hatte einer aus den KIG-Reihen eine rettende Idee: Karsten Kray spendete einen großen Tannenbaum, der jetzt mit einer Lichterkette ausgestattet weihnachtliches Flair verbreitet. „Wir sind ihm sehr dankbar dafür“, betont Thomas Meller.

Königshardt: Kleines Dort mit Musik und Getränken

Der Adventskranz war jedoch nur ein Aushängeschild des nördlichen Oberhausener Stadtteils in der Weihnachtszeit. Das andere bleibt, wie es gekannt und ebenfalls gemocht wird: Am vierten Adventssonntag (21. Dezember) lädt die KIG wieder zu einer vorweihnachtlichen Begegnung ein.

Zum bereits 37. Mal entsteht auf dem Theodor-Spiering-Platz ein kleines Dorf aus Buden und Ständen. Zwischen 15 Uhr und 18 Uhr kommen Nachbarn und Bekannte, Freunde und Verwandte, aber auch alle Interessierten bei Snacks und Getränken zusammen. „Sämtliche Speisen und Getränke werden von den Vereinen gespendet“, erklärt Thomas Meller.

Der Vorsitzende nennt den Budenzauber „den einzigen Weihnachtsmarkt weit und breit, auf dem man nichts kaufen kann“. Stattdessen darf gespendet werden. Dafür stehen Boxen bereit. Der Erlös fließt in diesem Jahr an fünf Königshardter Kindergärten.

Für die kleinen Besucherinnen und Besucher gibt es ein Unterhaltungsprogramm durch die Clowns Oli und Felinchen, die Größeren dürfen DJ Kevin und dem Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Schmachtendorf-Königshardt sowie dem Männerchor „Emscherspatzen“ lauschen. Und sich an dem Tannenbaum erfreuen, der diesmal den „größten Adventskranz der Welt“ ersetzt.