Um das Heizungsgesetz, dessen Reform der frühere Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) zu verantworten hatte, entbrannte im Frühjahr 2023 ein monatelanger kräftiger Streit. Bürger hatten Angst, ihren alten Gas- oder Ölheizungen aus dem Keller reißen zu müssen, wenn eine Reparatur notwendig ist. Dazu ist am Ende dann doch nicht gekommen, aber es gelten demnächst neue Regeln und Vorhaben. Denn das erklärte Ziel des Gesetzgebers besteht weiterhin darin, dass Deutschland bis 2045 klimaneutral sein soll.

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Wärmeplanung soll den Bürgern eine Orientierungshilfe bieten

Ein Meilenstein auf dem Weg zum Ziel bilden Konzepte, die im Verwaltungsdeutsch den Titel „kommunale Wärmeplanung“ tragen. Bürger sollen eine Orientierungshilfe an die Hand bekommen, mit welchen alternativen Energien sie in ihrem Wohnquartier rechnen können. Wird beispielsweise der Anschluss an ein umweltfreundliches Fernwärmenetz ermöglicht? Wäre auch Erdwärme denkbar, um in den eigenen vier Wänden für wohlige Wärme zu sorgen? Oder sollte ein Hausbesitzer doch besser auf eine Luftwärmepumpe setzen, damit er gesetzliche Ansprüche erfüllt?

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Es stellen sich eine Menge Fragen, derweil im Rathaus die Wärmeplanung vorangetrieben wird. Die Zeit drängt. Denn bis Ende Juni 2026 muss das Konzept stehen, so schreibt es der Gesetzgeber vor. Dabei haben die zuständigen Mitarbeiter im Rathaus schon einen erheblichen Teil der Aufgaben erledigt, unter anderem eine umfassende Erhebung zum Gebäudebestand und Energiebedarf.

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Zu den Ergebnissen der Fachleute zählt die Erkenntnis, dass ein großer Teil der vorhandenen Heizungsanlagen mehr als 20 Jahre auf dem Buckel hat und deshalb in nächster Zeit der Besitzer sich über eine Nachfolgelösung Gedanken machen muss. Von den 1,9 Milliarden Kilowattstunden, die Oberhausen an Wärmebedarf pro Jahr hat, entfallen zwei Drittel der Menge auf Privathaushalte, der Rest auf die Industrie.

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Bürgerdialoge in den drei Oberhausener Stadtbezirken

Nun laden die Verantwortlichen der Stadt zu drei Bürgerdialogen ein, um mit den Menschen über das weitere Vorgehen ins Gespräch zu kommen und sie hoffen zudem, dass die Einladungen möglichst viele Bürger locken. Pro Stadtbezirk ist ein Termin vorgesehen:

Osterfeld: Montag, 10. November 2025, Gesamtschule Osterfeld, Aula, Heinestraße 22

Sterkrade: Mittwoch, 12. November 2025, Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, Aula, Wilhelmstraße 77

Alt-Oberhausen: Donnerstag, 13. November, Hans-Sachs-Berufskolleg, Aula, Am Förderturm 5

Beginn ist jeweils um 17.30 Uhr, Ende um 19 Uhr.

Die Veranstaltungen bestehen jeweils aus drei Teilen: Information zum aktuellen Stand, Podiumsdiskussion mit wichtigen Akteuren zur Wärmewende und anschließend ein Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern.