Er ist das Wahrzeichen der Städtepartnerschaft zwischen Saporischschja in der Ukraine und Oberhausen: der Geschenk-Stein vor dem Bert-Brecht-Haus in der Oberhausener Innenstadt. Das Monument verdeutlicht, wie sehr die beiden Regionen einst vom Bergbau und der Stahlproduktion geprägt waren - und zu echten Freunden wurden. Doch der Stein ist nicht immer in der Vergangenheit pfleglich behandelt worden.

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Lange Zeit war ein unschönes oranges „B“ auf die Seite des Steins gesprüht. Die Redaktion berichtete darüber im August: In Zeiten des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine sollte Oberhausen als Freund und Partner der Ukraine ein besonderes Augenmerk auf dieses Wahrzeichen haben.
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Nun wurde der Stein im Auftrag der Stadt gereinigt und vom orangen „B“ ist nichts mehr zu sehen. Nach Angaben der Stadt Oberhausen hatte es eine Panne des Reinigungsteams gegeben, weshalb der Stein so lange nicht gesäubert wurde: „Zum Zeitpunkt der Meldung wurde das Kunstwerk ,Wachstum‘ auf dem Saporischschja-Platz gereinigt. Irrtümlicherweise wurden diese beiden Maßnahmen verwechselt, weshalb die Reinigung des Steins als erledigt angesehen wurde“, sagt Stadtsprecher Frank Helling.

Allerdings zeigt sich bereits nach wenigen Tagen eine neue Verunreinigung. Mit blauer Kreide wurde offenbar auf der Oberseite herumgekritzelt. Ob sich hier Kinder kreativ auslebten oder jemandem die ukrainische Freundschafts-Geste ein Dorn im Auge ist, bleibt unklar.
Historischer Bund zwischen Saporischschja und Oberhausen
Die Städtepartnerschaft zwischen Saporischschja und Oberhausen besteht seit 1987. Bereits 1974 fuhren Oberhausener Gewerkschafter der IG Metall in die damals zur Sowjetunion gehörenden Stadt, um dort eine sogenannte Freundschaftsschmelze zu vollziehen. Wie einst Oberhausen war auch Saporischschja eine Hochburg der Stahlproduktion. Die Beziehungen wurden als Beitrag zur Friedenssicherung verstanden. Seither leistet der „Förderkreis Saporoshje e.V.“ und der Verein „Oberhausen hilft“ mit seinen Mitgliedern humanitäre Hilfe.





