Da mag es so viele Weltkrisen, Kriege und arme Städte mit Multi-Belastungen geben wie es will, die sich selbst Satirepartei nennende Die PARTEI witzelt sich mit ihrem Spitzenkandidaten, mit „Falstaff“-Wirt Hajo Sommers, ungerührt durch den Wahlkampf. „Sommers is Coming“, „Politik? Nein Danke - FDP-Verbot jetzt“ zu AfD-Verbotsdiskussionen, „Toi, toi, toi! - Diese Brücke hält“ vor einer Oberhausener Brücke, „Flaßhofstraße: Nahverkehr erhalten!“ vor dem Rotlichtviertel in der City und „Abgeschranzt“ über dem amtierenden Oberbürgermeister Daniel Schranz - das sind einige der Sprüche auf den Plakaten.

Warum so viele Scherz-Versuche in so ernsten Zeiten, in denen Teile der Gesellschaft an der Demokratie zweifeln und ein tiefer Rechtsruck durch das Land rauscht? „Durch Humor und Provokation zeigen wir Missstände in der Gesellschaft auf und wollen diese aktiv bekämpfen“, schreiben die Macher des Kreisverbands - hier offenbar ernsthaft. „Unser Ziel ist es, Politik so unterhaltsam wie möglich und gleichzeitig so effektiv wie nötig zu gestalten.“
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Lösungsvorschläge für Probleme sind auf der Internetseite der PARTEI für Oberhausen (https://die-partei-oberhausen.de/) wenige zu entdecken, dafür eine beinhart-pessimistische Sichtweise auf die Heimatstadt von Hajo Sommers. „Oberhausen – wo der Beton schneller bröckelt als die Wahlversprechen. Zwischen Dauerbaustellen, leerstehenden Ladenlokalen und dem Glanz vergangener Tage hält uns nur noch das Einkaufszentrum zusammen. Oberhausen ist todtraurig – aber noch nicht ganz tot.“

Nicht weniger düster schildert die PARTEI den Zustand an den 49 Schulen, als sei in den vergangenen zehn Jahren nichts gebaut, saniert und renoviert worden. „Wir sagen es, wie es ist: Oberhausener Schulen sind scheiße. Nicht die Kinder, nicht die Lehrer*innen – sondern die Zustände. Bröckelnde Fassaden, WLAN auf Steinzeitniveau, Klassenzimmer, in denen man eher eine neue Eiszeit als moderne Pädagogik erlebt.“
Die PARTEI: Schulgebäude, die nach Abrissbirne schreien
Dabei hat die Stadt Oberhausen in den vergangenen Jahren seit 2015 alle Schulen mit Glasfaserleitungen ausgestattet und viele Schulgebäude aufgemöbelt: Mindestens 235 Millionen Euro flossen in den Bildungsbereich inklusive Kitas - irgendetwas muss ja davon in den Schulen angekommen sein. Doch die PARTEI schreibt: „Schulen brauchen mehr als Farbe an den Wänden. Wir wollen digitale Ausstattung, funktionierende Heizungen und Gebäude, die nicht nach Abrissbirne schreien.“
Und was sonst? Als Schwerpunkte ihrer Politik bezeichnet die PARTEI Verkehr, Bildung, Kultur und Sport. Und sie verspricht: „Schlechter als die anderen machen wir’s auf keinen Fall. Dafür transparenter, ehrlicher – und mit Humor.“ Konkreter wird es nicht.







