Heftige Kritik löst der Umzug der Polizeiwache Alt-Oberhausen bei Axel J. Scherer aus, SPD-Ratsmitglied und Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Oberhausen-Mitte. Auf Instagram spricht der SPD-Politiker von einer „Nacht- und Nebelaktion“ mitten im Sommer. Der Sozialdemokrat appelliert an die Verantwortlichen der Polizei: „Machen Sie diese Entscheidung rückgängig! Die Wache hier muss erhalten bleiben!“

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Der Umzug an die Duisburger Straße in Lirich sei ein Unding. Dass dies mittelfristig geschehen sollte, sei bekannt gewesen. „Da wollte ich eh noch ein Wörtchen mitreden!“ Man könne auf der Straße jede und jeden dazu befragen: Wenn es um die gewohnte und bewährte Polizeiadresse in der Oberhausener Innenstadt gehe, werde stets sofort der gut erreichbare Friedensplatz genannt.

Mit dem Umzug sei diese bürgerfreundliche Situation passé. „Diese Entscheidung ist wirklich zum Schaden meiner Nachbarinnen und Nachbarn, zum Schaden der Bürgerinnen und Bürger in der Innenstadt!“ Es reiche nicht, am Friedensplatz mal eben ein Schild aufzuhängen: „Ups, wir sind da gar nicht mehr!“, ergänzt der Oberhausener in seinem Instagram-Beitrag.
„Eine lebendige Innenstadt braucht verlässliche Strukturen vor Ort“
Er stehe als Sozialdemokrat „bestimmt nicht für Law- and Order-Politik“. Aber dieser Umzug sei eine echte Fehlentscheidung, zumal die Ordnungshüter seit 100 Jahren am Friedensplatz präsent seien. Axel J. Scherer: „Eine lebendige Innenstadt braucht kurze Wege und verlässliche Strukturen vor Ort.“
SPD-Politiker Flore: „Auch für die Kommunalpolitik völlig überraschend“
Unterdessen haben sich am Montag weitere Sozialdemokraten zu dem Thema zu Wort gemeldet. Auf Seiten der SPD treffen die plötzliche und unangekündigte Schließung der traditionsreichen Polizeiwache am Friedensplatz und der Umzug zum alten Babcock-Gelände auf Unverständnis, heißt es in einer Mitteilung der Partei. „Diese Entscheidung kommt nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger, sondern auch für die Kommunalpolitik völlig überraschend“, erklärt Bürgermeister Manfred Flore. Die Entscheidung wirke sich gewiss negativ auf das Sicherheitsgefühl der Anwohnerinnen und Anwohner vor allem im zentralen Teil von Alt-Oberhausen rund um die Marktstraße aus.
OB-Kandidat: Ständige Präsenz eines Streifenwagens auf der Marktstraße
OB-Kandidat Thorsten Berg fordert, die Sicherheit in der City und das Sicherheitsgefühl der Menschen durch mehr Polizeikräfte an der gemeinsamen Anlaufstelle von Polizei und Kommunalem Ordnungsdienst (KOD) auf der Marktstraße zu stärken. Konkret schlägt Berg die ständige Präsenz eines Polizeifahrzeugs mit Besatzung auf der Marktstraße vor. Die SPD-Vertreter im Polizeibeirat wollen in der kommenden Sitzung diese Forderung auf jeden Fall zur Diskussion stellen.




