Zusammenfassung
- Olaf Henning trat beim Sterkrader City-Musikfest in Oberhausen auf und blickt im Interview auf seine Karriere zurück, die vor 25 Jahren in der Stadt begann.
- Der Sänger kritisiert die Auswirkungen des Centros auf die Innenstadt und äußert seine Vorliebe für authentische Stadtkultur in Oberhausen.
- Im „Las Palmas“ in Sterkrade trat er regelmäßig auf.
Olaf Henning (57, „Komm‘ hol das Lasso raus“) stand beim Sterkrader City-Musikfest im August 2025 auf der Bühne. Wenige Minuten vor seinem Auftritt in Oberhausen sprach der Schlagerstar mit unserer Redaktion.
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Was sagt der Mülheimer Olaf Henning über Oberhausen?
Mit 15 Jahren hatte ich eine Mofa, eine Hercules M5 in Blau. Damit bin ich immer über die Stadtgrenze gebraust. Mit Oberhausen verbinden ich viel Kultur und ehrliche, verrückte und wahnsinnige Menschen.

Ihre Karriere fing in Oberhausen an?
Ich hatte hier zu Beginn meiner Karriere sehr früh große Auftritte. Vor 25 Jahren bin ich regelmäßig im „Las Palmas“ in Sterkrade aufgetreten. Die Kult-Diskothek hatte an sechs Tagen in der Woche geöffnet – und war meistens richtig voll. Ich habe da gefühlt 50 Mal gesungen.
Wie hat sich die Stadt Ihrer Meinung nach verändert?
Das Centro hat schon viel kaputt gemacht. Ich laufe lieber durch die Innenstadt. Ich mag nicht das laute Getöse, den Hallencharakter eines Einkaufszentrums. Ich bin lieber draußen.
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Warum ist Schlagermusik im Ruhrgebiet so beliebt?
Ich sag’ immer: Wenn’s regnet oder schneit, der Ruhrpott ist allzeit bereit. Die Begeisterung ist erstaunlich. Oberhausen ist so ein unglaubliches Schlagermekka. Zugleich gibt es hier aber auch ein Überangebot. Ich halte mich hier etwas zurück. Die Leute fragen mich schon, ob ich mit Oberhausen verheiratet bin. Darum versuche ich, die Nachbarstädte nicht zu vergessen. Weil der Pott am Ende doch eine große Stadt ist.

Es gibt beliebte und umstrittene Schlagersänger. Wie ist ihr Verhältnis zu Michael Wendler, der in Oberhausen sein Arena-Comeback feierte?
Er hat ja zwei Kinder. Und das größte Glück auf Erden, wünsche ich nur den Kindern. Der Rest ist mir scheißegal. Ich schau’ nicht auf andere Teller und mach lieber mein Ding.
Wie sieht der Rest des Jahres für Olaf Henning aus?
Mit meiner Band bin ich noch für ein großes Unplugged-Konzert unterwegs. Ich bin aber eigentlich schon jetzt total ausgebucht. Wir kommen in diesem Jahr wahrscheinlich auf 250 Auftritte. Die Konzerte gehen bis nach Belgien, Österreich und in die Schweiz. Wir touren ganz modern durch die Gegend. (lacht) Aber ich freue mich, dass es auch nach 26 Jahren so ist.
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Welchen Ihrer Songs würden Sie gerne weitererzählen und ihm einen zweiten Teil spendieren?
Eine gute Frage. (überlegt) Aber es kann nur „Die Manege ist leer“ sein. Das war mein allererster Hit. Der Song ist sofort in die Charts eingestiegen. Ich habe den Titel selbst komponiert. Aber das ist eigentlich eine gute Idee: Vielleicht produziere ich irgendwann ein komplettes Album mit zweiten Song-Teilen.





