Kürzlich hat die deutsch-polnische Kulturkneipe Gdanska gefeiert. Seit 25 Jahren öffnet die beliebte Gastronomie vom Altmarkt. Eine stolzes Alter, aber immer noch zu jung, um als Oldtimer zu gelten. Kenner wissen: Dafür müssen mindestens 30 Jahre zurückliegen. Ein paar Jahre fehlen noch.

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Vielleicht fühlen sich die Macher der „Weitins Classic“ im Umfeld des kulturellen „Jungbrunnens“ deshalb so wohl. Zum vierten Mal rollen reifere Karossen auf den Platz rund um die Siegessäule. Am Sonntag, 24. August 2025, sind 50 historische Fahrzeuge dabei.

„Damit haben wir die Obergrenze erreicht“, sagt Dirk Köster als Vorsitzender des „Weitins Racing Teams“. Auf diese Zahl ist das Genehmigungsverfahren ausgerichtet. Schon acht Wochen vor dem Nennungsschluss war das Teilnehmerfeld komplett. „Wir mussten danach etlichen Interessenten leider absagen.“
Oldtimer-Schau in Oberhausen: 50 reifere Karossen parken bei „Weitins Classic“ auf dem Altmarkt
Die „Weitins Classics“ sind keine Parkplatzparty, sondern ein Hybrid aus unterhaltsamer Ausfahrt und interessanter Schau für motorbegeisterte Profis und Laien. Ab 8 Uhr parken die Boliden auf dem Altmarkt und können bis 10 Uhr von den Zuschauern kostenlos bestaunt werden.

Ab 16.30 Uhr erfolgt vor dem Gdanska die Zieleinfahrt. Auch dann schauen Oldtimer-Fans wieder zu. Zusätzlich informiert die Oberhausener Verkehrswacht über wichtige Regeln und Gefahren im Straßenverkehr. „Zuschauer können eine Spezialbrille aufziehen, mit der die Sicht eines Rauschzustandes simuliert wird“, sagt der Verkehrswacht-Vorsitzende Dirk Marten.
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„Die Strecke führt die Teilnehmer 180 Kilometer auf die Straße“, erklärt Weitins-Sportleiter Karl-Michael Heiner. „Das Ziel befindet sich im Bergischen Land. In Volmetal rasten die Teilnehmer und fahren danach zurück zum Altmarkt.“ Die reine Fahrtzeit beträgt voraussichtlich zwischen fünf und sechs Stunden.
Oldtimer-Ausfahrt in Oberhausen: Bei den „Weitins Classic“ zählt Wissen und keine Schwindigkeit
Eine Rallye, bei der es um Zeit und Geschwindigkeit geht, ist die Weitins-Ausfahrt natürlich nicht. Im vergangenen Jahr lag die Durchschnittsgeschwindigkeit der Oldtimer gerade einmal bei 30 Stundenkilometern. Wer von der Polizei geblitzt wird, hat keine Chance mehr auf einen Platz in der Wertung.

Für Erfolge zählen andere Kriterien: 16 Umgebungsfragen müssen die 50 Fahrer mit ihren Beifahrern beantworten. Das soll sicherstellen, dass die rollenden Schmuckstücke auch die vorgegebene Route fahren.
Noch wichtiger sind aber vier Durchfahrtsstationen, an denen das Allgemeinwissen abgefragt wird. Wer am Ende die wenigsten Fehlerpunkte vorweist, landet in der Wertung auf dem Platz an der Sonne.
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Die Fahrerinnen und Fahrer rollen mit einem „Roadbook“ los. Hier sind selbst kleinste Abbiegestellen genau eingezeichnet. Es ist quasi ein „Navi“ in der Offline-Variante, das vom Beifahrer gelesen wird. Wir erinnern uns: Es handelt sich schließlich um Oldtimer.
Die Route musste vorher akribisch geplant werden. „Alle behördlichen Genehmigungen liegen vor“, sagt der stellvertretende Weitins-Vorsitzende Jürgen Wilde. Die Route ist landschaftlich reizvoll ausgewählt, versichert Sportleiter Karl-Michael Heiner: „Es sind viele kleinere Straßen dabei, die wahrscheinlich kein Teilnehmer vorher befahren hat. Es geht mit sanften Steigungen hoch auf 400 Höhenmetern.“
Oldtimer-Event in Oberhausen: Bei den „Weitins Classic“ startet ein Mercedes 170 V aus dem Jahr 1953
Bei aller landschaftlicher Romantik verursachte die Tour bei den Planern vorher Schweißperlen. Plötzlich auftauchende Baustellen erschwerten eine verlässliche Routenplanung. „Wir mussten stetig nachbessern.“

Schmuckstücke im Feld gibt es genug: Ein Mercedes 170 V aus dem Jahr 1953 - ein Citroen ID 19 oder ein Fiat 1500 als Limousine. Oldtimer seien als Hobby nicht mehr reiferen Semestern vorbehalten, meinen die Veranstalter. „Der Trend geht dahin, dass sich viele Jüngere interessieren. Wir haben Fahrer ab 30 Jahren im Starterfeld“, sagt Weitins-Chef Köster.
Der älteste Teilnehmer ist dagegen stolze 95 Jahre alt. Er fährt als Beifahrer mit und startet in einer charmanten „Ente“.





