Oberhausen soll frei von wild entsorgten Zigarettenkippen werden. Das ist das Ziel des Fachbereichs Umwelt der Stadtverwaltung. Im Rathaus setzt man auf Aufklärung der Bevölkerung.

Täglich (außer Samstag)
Oberhausen-Newsletter: Jetzt kostenlos anmelden!
Nachrichten, Service, Reportagen: Jeden Tag wissen, was in unserer Stadt los ist.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Zigarettenkippen seien eine der häufigsten Formen von Umweltverschmutzung im öffentlichen Raum. Zugleich würden die daraus resultierenden Gefahren oft unterschätzt. Die Stadt Oberhausen ruft jetzt mit der Initiative „Kippenfreies Oberhausen“ dazu auf, Zigarettenstummel möglichst verantwortungsbewusst zu entsorgen.
Arsen, Blei, Nikotin und weitere Schadstoffe und Gifte – all das steckt in den Zigarettenkippen. Werden sie wild irgendwo auf der Straße oder im öffentlichen Raum entsorgt, spült der Regen die Gifte in Böden und Gewässer. Und das hat erhebliche Folgen. Erdreich, Teiche und Bäche etwa werden verschmutzt und darin lebende Organismen geschädigt. Besonders das in den Kippen enthaltene Nikotin sei für Wasserlebewesen hochgiftig, unterstreichen die Umweltschutz-Experten der Stadt Oberhausen. Darüber hinaus würden weggeworfene Kippen im Falle des Falles Waldbrände entfachen können und sie würden die Gesundheit, besonders von Kindern, durch mögliche Nikotinvergiftungen gefährden.
Mit Stefan Stummel auf dem Wochenmarkt in Sterkrade unterwegs
Im Zuge der Initiative „Kippenfreies Oberhausen“ ist die städtische Abfallberatung unter anderem mit dem als Zigarette verkleideten Walking-Act Stefan Stummel auf dem Sterkrader Wochenmarkt unterwegs. Dort informieren die Fachleute über die Folgen der Umweltverschmutzung durch Zigarettenkippen und verteilen praktische Taschenaschenbecher als umweltfreundliche Alternative zur Entsorgung.
Die Stadt Oberhausen appelliert an alle Raucherinnen und Raucher, ihre Zigarettenkippen stets ordnungsgemäß in den Restmüll zu entsorgen. Wird jemand beim Wegwerfen der Stummel auf Straßen, Plätzen oder in Grünanlagen erwischt, droht ein Verwarngeld von 50 bis 100 Euro. Wenn kein Abfalleimer in Sicht ist, sollte die Kippe in eine Zigarettenpackungsfolie oder in ein Papiertaschentuch gesteckt werden.
Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der städtischen Abfallberatung unter Tel. 0208 825-3604 oder per E-Mail an abfallberatung@oberhausen.de




