Das Festivalfeeling geht in Oberhausen auch nach den Internationalen Kurzfilmtagen weiter: In einer besonderen Filmreihe im Lichtburg-Kino stehen ab dem 12. Mai Frauen im Mittelpunkt. An drei Abenden (jeweils Montag, 19 Uhr) können Besucherinnen und Besucher einen besonderen Dokumentarfilm sehen, der bereits auf mehreren Festivals Preise gewonnen hat. Ausgewählt hat die Filme das Team der Frauenfilmtage „Visuelle“, deren 13. Ausgabe im September 2025 stattfinden wird: Mitarbeiterinnen der Gleichstellungsstelle, der Kunst- und Musikschule, der Stadtbibliothek und des Lichtburg-Kinos sowie Mitglieder des Zonta-Clubs Oberhausen.

Montag, 12. Mai: „Einfach machen“

In seinem Dokumentarfilm erzählt Reto Caduff die Geschichte von Frauen, die in der männerdominierten Punkszene der späten 70er und frühen 80er Jahre ihren Platz eroberten. Er beleuchtet, wie der Punk als Ausdruck von Rebellion und Selbstermächtigung aus England und den USA nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz kam und dort die Musiklandschaft veränderte. Mit dem Motto „Nicht labern, machen!“ stellten sich Bands wie Östro 430, Mania D, Malaria! und Kleenex/LiLiPUT auf die Bühne. Ihre Songs thematisierten weibliche Rollenklischees, Machos und die Forderung nach sexueller Selbstbestimmung.

Rebellinnen: Der Dokumentarfilm „Einfach machen“ erzählt die Geschichte weiblicher Punks. Zu sehen im Mai-Special der Frauenfilmtage „Visuelle“ in Oberhausen.
Rebellinnen: Der Dokumentarfilm „Einfach machen“ erzählt die Geschichte weiblicher Punks. Zu sehen im Mai-Special der Frauenfilmtage „Visuelle“ in Oberhausen.© Lichtburg Filmpalast

Montag, 19. Mai: „Ein Tag ohne Frauen“

Die nordeuropäischen Länder gelten als Nationen, die in Sachen Gleichberechtigung besonders weit vorangehen, doch das war nicht immer so. In Island etwa bedurfte es eines besonderen Tages, an dem die Frauen des Landes streikten, um die Entwicklung voranzutreiben. Der Dokumentarfilm „Ein Tag ohne Frauen“ blickt auf dieses bemerkenswerte Ereignis zurück.

Montag, 26. Mai: „Barbara Morgenstern und die Liebe zur Sache“

In der Doku von 2024 arbeitet Barbara Morgenstern, Pionierin des lyrischen Elektro-Pop, an einem neuen Album. In ihrer Wohnung entstehen erste Texte und Harmonien. Bei den Proben mit ihrer Band feilt sie an Arrangements. Es folgen die Aufnahmen in den legendären Berliner Hansa-Studios, Pressefotos, die Gestaltung des Plattencovers, ein erstes Musikvideo, die Tourplanung. Regisseurin Sabine Herpich begleitet Morgensterns künstlerischen Arbeitsprozess. Wie nebenbei entwickelt sich so das Porträt einer Künstlerin, für die Musik Rückzugsort, Trost und Freundschaft ist – und das Mittel der Wahl, um über die eigene Position in der Welt nachzudenken.

Um die Musikerin Barbara Morgenstern geht es in dem Dokumentarfilm „Barbara Morgenstern und die Liebe zur Sache“, der während des Mai-Specials der Frauenfilmtage „Visuelle“ in Oberhausen gezeigt wird.
Um die Musikerin Barbara Morgenstern geht es in dem Dokumentarfilm „Barbara Morgenstern und die Liebe zur Sache“, der während des Mai-Specials der Frauenfilmtage „Visuelle“ in Oberhausen gezeigt wird.© Lichtburg Filmpalast

Eintrittskarten für das Mai-Special des „Visuelle“-Festivals im Lichtburg-Kino an der Elsässer Straße 26 in Oberhausen kosten 11 Euro und sind erhältlich auf www.lichtburg-ob.de.