Wer einen neuen Personalausweis oder Reisepass beantragt, braucht keine ausgedruckten Bilder mehr. Sie können auch nicht mehr vorgelegt werden, denn ab dem 1. Mai 2025 sind nur noch digitale Passbilder erlaubt. Oberhausen hat dieser Veränderung bereits vorgegriffen und in den Bürgerservice-Stellen Passbildautomaten aufgestellt. Demnächst könnten noch weitere folgen.

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Hintergrund der Maßnahme ist das sogenannte Morphing. Verschiedene Passbilder könnten miteinander verschmolzen und so manipuliert werden. Mit der Einführung der digitalen Passbilder soll die Sicherheitslücke geschlossen werden.

In Oberhausen stehen bereits Passbild-Automaten, die die Fotos digital übermitteln. Nach Angaben der Stadtpressestelle ist derzeit pro Bürgerservicestelle ein Automat in Betrieb. Im Rathaus in Alt-Oberhausen, im Technischen Rathaus Sterkrade und im Rathaus Osterfeld können Bürgerinnen und Bürger Passfotos digital erstellen. Die Kosten betragen 7 Euro und sollen auch nicht angehoben werden.

Passbilder nur noch digital: Fotostudio-Chef befürchtet Jobverluste

Laut Stadtsprecher Uwe Spee ist das weitere Aufstellen von diesen Geräten geplant. „Das hängt natürlich auch von den Nutzungszahlen ab.“ Die Verwaltung geht davon aus, dass diese steigen werden: „Wir erwarten eine steigende Nachfrage an diesem Service, auch da sich bisher erst einige Fotografen für den Service der digitalen Fotos registriert haben.“ Passbilder können auch im örtlichen Handel gemacht werden. Dass dieser Umsatzeinbußen fürchtet, machte zuletzt Picture-People-Chef Christian Hamer deutlich. Der Bochumer Geschäftsführer der Kette geht davon aus, dass die Umstellung „brutal viel Jobs“ kosten werde. Die Zahl der Fotostudios scheint sich in Oberhausen ohnehin zu verringern. Ende Mai schließt Jochem Rösel aus Altersgründen sein Fachgeschäft. In der Innenstadt hat bereits ein Laden wegen der gesunkenen Nachfrage geschlossen.

Bei Foto Menken im Bero-Zentrum indes ist keine Aufregugn zu spüren. Auf Nachfrage heißt es, man müsse die Entwicklung erstmal abwarten. Momentan werde eine gewisse „Hysterie“ verbreitet. Dabei gebe es die digitale Technik schon lange.