Ganz NRW erlebt derzeit eine außergewöhnliche Dürre. Laut einem aktuellen Bericht des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima hat NRW den zweittrockensten März seit Beginn der Wetteraufzeichnung hinter sich. Ein kurzer Regenschauer am Sonntag hat auch in Oberhausen nicht für Entspannung gesorgt. Landwirte klagen, die Waldbrand-Gefahr ist hoch. Und manch einer fragt sich womöglich, ob die Versorgung mit Trinkwasser gefährdet ist, wenn die Dürre weiter anhält.

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„Auch bei einem weiterhin trockenen Frühjahr und einem sich anschließenden heißen Sommer bleibt die Trinkwasserversorgung sichergestellt“, beruhigt ein Sprecher der RWW Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft (RWW). In einer aktuellen Pressemitteilung teilt der verantwortliche Werksleiter Michael Plath mit: „Für die Menschen und Betriebe sind ausreichende Wasservorräte vorhanden – egal in welcher Region unseres Versorgungsgebiets. Wir können auch eine weiter steigende Nachfrage bedienen.“

RWW versorgt Oberhausen mit 4 Millionen Kubikmetern Wasser

Allein für Oberhausen hat RWW im vergangenen Jahr rund 4 Millionen Kubikmeter Trinkwasser über ihr 620 Kilometer langes Oberhausener Rohrnetz an die 213.000 Menschen und Betriebe geliefert. Neben Oberhausen beliefern die Wasserwerke die Städte Mülheim, Bottrop, Gladbeck, Dorsten, Reken und Velen sowie Teile von Raesfeld, Gescher und Schermbeck mit Trinkwasser und sind Vorlieferant für Wülfrath sowie Teile von Velbert, Ratingen und Borken.

Für die Versorgung nutzt der Versorger zwei Quellen: Oberflächenwasser der Ruhr und Grundwasser. Mit dem versorgt RWW von Dorsten aus die Bevölkerung im Nord-Osten von Oberhausen. Das Wasser stammt aus wasserreichen Tiefen zwischen 80 und 120 Metern aus den „Halterner Sanden“. Das Grundwasser habe eine sehr gute Qualität, versichert RWW, lediglich das enthaltene Eisen müsse entfernt werden.

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Das übrige Stadtgebiet wird vom RWW-Standort in Mülheim beliefert. Das Wasser stammt aus Oberflächenwasser der Ruhr. Den Wasserstand und -durchfluss der Ruhr regelt der Ruhrverband aus Essen über seine Talsperren im Sauerland. Der Füllstand liegt demnach aktuell bei 86 Prozent. In ausgeprägten Trockenphasen sei es dem Ruhrverband erlaubt, seine Talsperren so flexibel steuern, dass eine Trinkwasserversorgung entlang der Ruhr sicher betrieben werden kann, teilt RWW mit. Der NRW-Landtag habe dem entsprechenden Antrag Ende 2024 ohne Gegenstimmen zugestimmt. „Mengenprobleme dürften so künftig auch bei fortschreitendem Klimawandel unwahrscheinlich werden.“