Stolz verkündet die Sterkrader Laientruppe eine „Weltpremiere“ - dabei meint bestimmt jeder, alles Lesens- und Sehenswerte von Edgar Wallace (1875 bis 1932) längst zu kennen. Doch die Amateurschauspieler der Kleinstädter Bühne eröffnen die neue Theatersaison im Lito-Palast an der Finanzstraße am 28. September mit „Der Rote Kreis“. Den Krimi von 1922 hatte Nachkriegsdeutschlands Regie-Allzweckwaffe Jürgen Roland zwar schon 1960 als einen der damals so genannten „Straßenfeger“ mit Klausjürgen Wussow in die Kinos gebracht. Doch eine Bühnenfassung ist in 102 Jahren seit der Erstauflage offensichtlich nicht entstanden.

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Dafür sorgte jetzt „Kleinstädter“-Regisseur Stefan Lammert, der die Kriminalkomödie als Schauspiel für seine Truppe adaptierte. Und darum geht’s: Ganz London zittert vor dem „Roten Kreis“. Wer dem mysteriösen Erpresser nicht nachgibt, bezahlt mit dem Leben. Auch Lady Beardmore steht auf der Todesliste des Superverbrechers, seit sie Chefinspektor Parr und den berühmten Privatdetektiv Yale eingeschaltet hat. Arbeitet vielleicht der schmierige Mister Marl für den Roten Kreis? Wieviel weiß die finstere Nachbarin Mrs. Froyant? Was verbirgt ihre geheimnisvolle Sekretärin? Oder hat es etwa der junge Lord Beardmore vorzeitig auf sein Erbe abgesehen?

Der Sterkrader „Weltpremiere“ folgen Aufführungen am Sonntag, 29. September (17 Uhr), Samstag, 5. Oktober (19 Uhr) sowie am Sonntag, 6. Oktober (17 Uhr).
Weiter geht‘s im November, wenn der Bühnennachwuchs, die Kleinstädter Trabanten, „Aladin und die Wunderlampe“ von Florian Dietel präsentieren. Aladins Welt steht kopf, als er sich unsterblich in Prinzessin Amira verliebt. Noch verzwickter wird es, als er zufällig Besitzer einer Lampe, samt Wünsche erfüllendem Geist wird. Genau, denn dieses Wunderding braucht der Magier Randur, um die Macht im Kalifat zu ergreifen. Für welche drei Wünsche, die der Lampengeist ihm erlaubt, wird Aladin sich entscheiden?
Die Regie übernehmen Sinem Gündogdu und Robin Taube. Aufführungen gibt‘s am 16., 17., 23. und 24. November, jeweils um 16 Uhr.

Zum Abschluss der Spielzeit im Lito-Palast folgt Anfang 2025 die Komödie „Eingeschlossene Gesellschaft“ von Jan Weiler. Diese zündende Satire, 2022 von Sönke Wortmann mit Anke Engelke verfilmt, bringt Fabienne Seiler für die Sterkrader auf die Bühne. Die Handlung spielt an einem Freitagnachmittag im Lehrerzimmer eines Gymnasiums. Sechs Pädagogen sitzen bei schlechtem Filterkaffee herum und sind sich mehr oder weniger grün. Da platzt der Vater eines Schülers herein. Nur ein Punkt fehlt seinem Sohn für die Zulassung zum Abitur. Ein einziger Punkt! Aber der pedantische Lateinlehrer, der die Zukunft des mäßigen Schülers auf dem Gewissen hat, bleibt unerbittlich. Kurzerhand nimmt der Vater alle sechs Pauker in Geiselhaft und eröffnet eine sehr eigenwillige Notenkonferenz voller peinlicher Enthüllungen und persönlicher Abgründe.
Die „Eingeschlossene Gesellschaft“ ist an den Sonntagen 19. und 26. Januar sowie 2. Februar (17 Uhr) und an den Samstagen 25. Januar und 1. Februar (19 Uhr) zu sehen.
Drei Wege zu Theaterkarten für den Lito-Palast
Der Vorverkauf für die drei Produktionen startet am Samstag, 3. August. Tickets zu 10 bis 12 Euro, beim Kinderstück 4 bis 6 Euro, gibt es dann jeden Samstag von 10 bis 12 Uhr im Lito-Palast an der Finanzstraße 1 in Sterkrade.
Ab dem 4. August gibt es Karten auch im Internet auf kleinstaedter.de sowie ab dem 5. August bei Tabakwaren Brinkmann in Schmachtendorf, Dudelerstraße 7.




