• Das Waka Waka Festival Germany bringt am Samstag afrikanisches Streetfood, Musik und Kultur in die Alte Dreherei nach Mülheim.
  • Besucherinnen und Besucher können Spezialitäten aus verschiedenen Ländern Afrikas probieren und sich auf ein buntes Programm mit Hüpfburg, Face-Painting und Fußball freuen.
  • DJ-Sets mit Afrobeats und traditionellen Rhythmen sorgen am Abend für Stimmung: Der Veranstalter möchte Begegnungen ermöglichen und zum respektvollen Zusammenleben aufrufen.

Für Eric Adou ist sein Festival eine Herzensangelegenheit. „Nur, was man kennt, kann man auch respektieren“, betont der 50-Jährige, der ursprünglich von der Elfenbeinküste stammt und heute in Saarn lebt. An diesem Samstag, 25. Juli, holt er afrikanische Musik, Küche und Kultur in die Alte Dreherei nach Mülheim – in einer Form, die es so noch nicht gab.

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Die Idee zum Waka Waka Festival Germany entstand mitten in der Corona-Zeit. Adou wollte einen Ort schaffen, an dem „Menschen wieder zusammenkommen“. Der Name ist Programm: „Waka Waka“ leitet sich vom englischen „Wake up“ ab, ist im afrikanischen Slang verankert und steht für aufwachen, lebendig werden. Seither richtet der Veranstalter jedes Jahr ein Festival mit wechselndem Schwerpunkt aus. In früheren Ausgaben stand die Live-Musik im Zentrum. Zu Gast war unter anderem die Sängerin des Welthits „Jerusalema“, Nomcebo Zikobe. Sie trat auf der Mülheimer Pferderennbahn auf.

Traditionelle Kleidung beim Waka Waka Festival 2021 auf der Mülheimer Pferderennbahn: Auch in diesem Jahr gehört ein afrikanischer Markt zum Programm.
Traditionelle Kleidung beim Waka Waka Festival 2021 auf der Mülheimer Pferderennbahn: Auch in diesem Jahr gehört ein afrikanischer Markt zum Programm.© Waka Waka Festival | Eric Cozien

Afrikanisches Streetfood in Mülheim entdecken: Fufu und Jollof Rice

Diesmal dreht sich alles um die afrikanische Gastronomie – die vierte Ausgabe läuft offiziell unter dem Titel „Fufu & African Food Festival“. Verschiedene Foodtrucks und Stände decken einen Großteil des Kontinents ab – von Nigeria über den Senegal bis Tansania. Neben dem namensgebenden Fufu, einem in West- und Zentralafrika verbreiteten weichen Teig aus gestampftem Maniok, Yams oder Kochbanane, stehen Klassiker wie Jollof Rice oder gekochter Yam auf den Karten. Dazu gibt es Getränke aus Afrika: Hibiskusblütensaft und südafrikanische Weine.

Vertreten ist unter anderem das afrikanische Restaurant „Kilombo“ aus Duisburg-Homberg. An dessen Stand kann man das beliebte Fufu probieren. Ein weiteres Restaurant kommt aus Duisburg-Meiderich: „Deppe Mansa Yigera“ bringt westafrikanische Küche mit. Traditionelles Streetfood serviert „Sweetbelly Naija“ aus Nigeria, für Gegrilltes sorgt „Dobby BBQ“ aus Kamerun.

Familienspaß am Tag, mitreißende Rhythmen am Abend

Besucher und Besucherinnen genießen das Abendprogramm auf dem Waka Waka Festival 2021 an der Pferderennbahn in Mülheim. Ab 22 Uhr startet beim diesjährigen Waka Waka Festival die DJ Festival Show im Indoor-Bereich der Alten Dreherei in Mülheim.
Besucher und Besucherinnen genießen das Abendprogramm auf dem Waka Waka Festival 2021 an der Pferderennbahn in Mülheim. Ab 22 Uhr startet beim diesjährigen Waka Waka Festival die DJ Festival Show im Indoor-Bereich der Alten Dreherei in Mülheim.© Waka Waka Festival | Eric Cozien

Auch für Familien ist gesorgt: Aufgebaut wird eine Hüpfburg, eine Nigerianerin bietet Face-Painting an, und – noch in WM-Stimmung – soll es Platz zum Fußballspielen geben. Eric Adou hat das Festival aus eigener Kraft aufgebaut, unterstützt vom Verein „Afrika an der Ruhr“ und weiteren Partnern. „So was gibt's sonst nicht in der Region", sagt er.

Für die Musik sorgt am Abend unter anderem Eric Adou selbst. Er gehört zu den ersten DJs, die Afrobeats nach Deutschland gebracht haben. An den Turntables mischen sich Afrohouse, Afrotech und Klassiker der 80er und 90er. Weitere DJs kommen dazu, einige davon mit afrikanischen Rhythmen wie Makossa. „Alles, was die Menschen bewegt“, sagt der Veranstalter.

Am Ende geht es Eric Adou um mehr als Musik und Essen. Sein Festival, sagt er, sei „ein Aufruf zum respektvollen Zusammenleben“ – ein Ort der Begegnung, offen für alle.

Das Waka Waka Festival findet am Samstag, 25. Juli, an der Alten Dreherei (Zur Alten Dreherei 13) statt. Von 12 bis 20 Uhr läuft das Open-Air-Programm bei freiem Eintritt. Ab 22 Uhr folgt im Indoor-Bereich die African Music and DJ Festival Show. Der Eintritt für den Abendteil kostet zehn Euro.