• Die Obduktion eines verstorbenen 68-jährigen Mannes aus Mülheim ergab, dass er vermutlich nach einem Unfall mit seinem E-Roller in der Ruhr ertrunken ist.
  • Hinweise auf Fremdverschulden oder Suizid fanden Polizei und Staatsanwaltschaft bislang nicht.
  • Die Ermittlungen sind noch nicht gänzlich abgeschlossen. Zeugen des Vorfalls werden weiterhin gesucht.

Die Obduktion des toten Mannes, der am vergangenen Donnerstag, 11. Juni, am Mülheimer Schleuseninsel-Kraftwerk in der Ruhr trieb, hat Polizei und Staatsanwaltschaft einen deutlichen Schritt nach vorn gebracht. Auf Nachfrage dieser Redaktion teilte Polizeipressesprecher René Bäuml am Freitagmittag mit, dass das Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung nun vorliege. Demnach hatte der 68-jährige Mülheimer wohl am frühen Nachmittag einen Unfall mit seinem E-Roller und ist anschließend im Fluss ertrunken.

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„Wir haben keinen Hinweis auf Fremdverschulden oder Suizid“, betonte Bäuml. Direkt nach dem Vorfall war eine Mordkommission eingerichtet worden. Vor allem aber auch deshalb, weil die Ermittler dann „ganz andere Ressourcen“ haben, hieß es damals von der Polizei. So könne man mehr Personal einsetzen bei der Spurensicherung, der Auswertung von Daten aus Kameras oder Funkmasten oder der Suche nach Zeugen.

Gesamtumstände deuten darauf hin, dass Mülheimer gestürzt und ertrunken ist

Die Gesamtumstände inklusive der Verletzungen, so teilte Bäuml jetzt mit, deuteten vielmehr auf „ein Unfallgeschehen mit Sturz ins Wasser und späterem Ertrinken“ hin. Weitere Details – etwa zu der Frage, ob der E-Rollerfahrer eventuell mit dem Geländer des Kraftwerks kollidiert und dann ins Wasser gestürzt ist – nannte der Polizeisprecher zunächst nicht.

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Von unmittelbaren Zeugen des tragischen Geschehens wissen die Beamten übrigens nach wie vor nichts. „Es wäre super, wenn sich da noch jemand melden würde.“ Den Beobachtungen aus erster Hand seien auch in diesem Fall extrem wertvoll. „Bis jetzt setzen sich unsere Erkenntnisse aus mehreren kleinen Punkten zum großen Ganzen zusammen – ganz abgeschlossen sind die Ermittlungen aber bislang nicht.“

Wer Angaben zu dem Vorfall machen kann, setzt sich mit der Polizei in Essen in Verbindung: per E-Mail unter hinweise.essen@polizei.nrw.de oder telefonisch unter 0201 8290 melden.