Nicht wirtschaftliche Not, sondern erfüllte Lebenspläne führen dazu, dass sich Frauen einen Schwangerschaftsabbruch wünschen. Das geht aus dem Jahresbericht von Donum Vitae in Mülheim und Oberhausen hervor. 65 Prozent der Frauen in der Schwangerenkonfliktberatung sind über 30 und nennen als Hauptgründe die partnerschaftliche Situation und eine bereits abgeschlossene Familienplanung. Für viele passt ein weiteres Kind schlicht nicht in ihr Leben.

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Die Schwangerschaftskonfliktberatung wurde 2025 so häufig genutzt wie nie zuvor. 251 Frauen aus Mülheim und Oberhausen nahmen die Beratung in Anspruch, die vor einer Abtreibung zwingend erforderlich ist. Vor zehn Jahren waren es 149 Frauen, also 60 Prozent weniger. Neben der partnerschaftlichen Situation und fehlendem Kinderwunsch nennen Frauen ihre psychische und körperliche Verfassung als Grund für einen Abbruch. Neu als Hauptargument taucht an vierter Stelle das Alter auf („zu jung/zu alt“).
Wer sich für das Kind entscheidet, sorgt sich um die Finanzen
Finanzielle Engpässe treten dahinter zurück, spielen aber weiterhin eine große Rolle in der sogenannten „allgemeinen Schwangerenberatung“. In dem Fall wollen die Paare das Kind sicher bekommen und suchen Rat für die Bewältigung des Familienalltags. Wie die Beraterinnen berichten, fehlen vielen Familien Rücklagen, obwohl sie erwerbstätig sind. Steigende Lebenshaltungskosten und hohe Mieten sind weitere Aspekte, die Paaren zu schaffen machen.
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Donum Vitae bietet an der Friedrichstraße 3 viele weitere Hilfen an, von der Trauerbegleitung bis zur Unterstützung bei unerfülltem Kinderwunsch oder nach traumatischer Geburt. In diesem Jahr feiert das Team, das Frauen aus Mülheim und Oberhausen gleichermaßen betreut, sein 25-jähriges Bestehen.








