Mit Hilfe des Bauturbos soll in Raadt aus dem alten Bürokomplex an der Parsevalstraße möglichst zügig ein attraktives neues Wohnquartier werden. Die Stadtverwaltung hat nun - trotz vereinfachtem Verfahren - eine zugesagte Bürgerbeteiligung gestartet.

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Einst Niederlassung von T-Systems, zuletzt bis zum Sommer 2025 Zentrale Unterbringungseinrichtung des Landes für hunderte geflüchtete Menschen, plant Eigentümerin Immostore nun den Umbau des wuchtigen Bürokomplexes zu einem Wohnstandort. Im neuen Ventus-Quartier sollen 80 Wohnungen entstehen, zehn davon in sogenannten Townhouses. Rund 35 Wohnungen mit öffentlicher Förderung sollen darunter sein. Dazu sind zwei Gewerbeeinheiten geplant, unter anderem für einen Bäcker mit Café und eventuell gar einem Lebensmittel-Angebot. Ein Teil des Bürogebäudes soll zudem zurückgebaut werden.

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Mit dem Bauturbo soll ein aufwendiges Bauleitplanverfahren umschifft werden, das eigentlich für eine Umnutzung von Gewerbe zu Wohnen nötig gewesen wäre. Die Politik hatte dafür jüngst grünes Licht gegeben.

Mülheim - ehemalige ZUE in Raadt - altes Telekom-Bürogebäude an der Parsevalstraße - Investorin Immostore GmbH will dort 70 Wohnungen und zehn Townhouses entwickeln.
So soll das Ventus-Quartier in Mülheim-Raadt einmal aussehen.© WAZ | VSI Architekten

Nun hat die Stadtverwaltung Unterlagen zum Bauprojekt unter https://www.o-sp.de/muelheim_an_der_ruhr/beteiligung veröffentlicht, sodass interessierte Bürgerinnen und Bürger sie einsehen können (bis zum 18. Juni). Im Online-Portal können sie dann auch Kritik und Anregungen zum Vorhaben anbringen. (sto)