- Das Rhein-Ruhr-Zentrum schneidet in Online-Bewertungen schlecht ab und liegt im bundesweiten Vergleich nur im hinteren Mittelfeld.
- Trotz Kritik und Leerständen sieht der Investor Eurofund keine akute Gefahr, da Besucherzahlen und Umsätze stabil bleiben.
- Das Management setzt darauf, dass sich das Bild nach den laufenden Modernisierungsmaßnahmen deutlich verbessern wird.
Begrenztes Angebot, viele Leerstände, großer Modernisierungsbedarf: In Online-Bewertungen kommt das Rhein-Ruhr-Zentrum derzeit nicht immer gut weg. „Das RRZ in Mülheim verkommt leider immer mehr. Hier lohnt sich die Anfahrt echt nur, wenn man etwas Bestimmtes sucht“, heißt es beispielsweise in der Rezension, die eine Besucherin bei Google verfasst hat. Zwar landet das Einkaufszentrum in der Suchmaschine immer noch bei einer Gesamtbewertung von 4,1 Sternen und es gibt auch viele positive Schilderungen – doch im bundesweiten Vergleich fällt es damit deutlich ab.

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In einer Auswertung des Portals „Praxistipp.com“ landet das RRZ damit nur auf Rang 426 von 590 Centern. Damit liegt es aber immer noch deutlich vor dem Forum in der Mülheimer Innenstadt, das laut des Vergleichs mit Platz 578 zu den am schlechtesten bewerteten Einkaufszentren in Deutschland gehört. Das beste Ergebnis aus der Region erzielt der Ruhrpark in Bochum (Platz 2), vor dem Centro in Oberhausen (Platz 11) und dem Kö-Bogen in Düsseldorf (Platz 46).
RRZ reagiert aktiv auf Bewertungen und setzt auf treue Kundschaft
RRZ-Investor Eurofund hat diese Entwicklungen im Blick – sieht darin aber keinen Anlass zur Sorge. „Erst einmal haben wir eine sehr, sehr loyale Kundschaft, das sehen wir auch an den Besucherzahlen. Und diese Kundinnen und Kunden unterstützen uns eher in dem, was wir gerade hier machen“, sagt Geschäftsführer Olaf Ley. „Aber natürlich sehen wir auch die negativen Bewertungen und schauen uns an, wo wir gegensteuern können.“ So antwortet das Team des RRZ bei Google etwa auf sehr viele Bewertungen proaktiv.
Entscheidend seien jedoch Umsatz und Besucherfrequenz, so Ley. „Und beide bleiben trotz der Umbaumaßnahmen weiterhin auf einem soliden Niveau.“ So verlängere etwa ein großer Young-Fashion-Händler seinen Mietvertrag und erweiterte seine Verkaufsfläche. „Für uns zählt vor allem, langfristig einen besseren und attraktiveren Standort zu schaffen! Wir sind überzeugt, dass sich viele der negativen Bewertungen nach Abschluss der Neugestaltung wieder ins Positive wenden werden“, betont der Manager.





