Der Mülheimer Wohnungsbau (MWB) sieht die von CDU und SPD beschlossene Erhöhung des Grundsteuer-Hebesatzes weiterhin kritisch – obwohl der Anstieg von 890 auf 990 Punkte geringer ausfällt, als anfangs befürchtet. „Es ist gut, dass die Politik von der zuerst diskutierten weitaus stärkeren Anhebung absieht. Aber auch eine geringe Steuererhöhung ist eine Mehrbelastung für die Menschen. Darum sollte diese nun auch die letzte bleiben“, wird der Vorstandsvorsitzende Frank Esser in einer Mitteilung des größten Mülheimer Vermieters zitiert.

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„Die Grundsteuer ist in sich unsozial, weil Menschen unabhängig von ihrem Einkommen und ihren finanziellen Möglichkeiten belastet werden“, so Esser weiter. „So zahlen beispielsweise Familien mit Kindern oft anteilig mehr, weil sie auf mehr Wohnfläche angewiesen sind. Wie es aber um das Einkommen der Familie steht, spielt dabei keine Rolle.“

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Für die schwierige Finanzlage zeigt der MWB zwar Verständnis, das Unternehmen warnt aber: Keinesfalls dürfe es in den kommenden Jahren zu neuen Diskussionen um weitere Anhebungen des Grundsteuerhebesatzes für Wohngebäude kommen. Durch die aktuelle Grundsteuererhöhung kämen laut eigenen Berechnungen in etwa Mehrkosten von 135.000 Euro auf die MWB zu.

Die Wohnungsbaugenossenschaft hatte sich schon in der Vergangenheit kritisch in der Grundsteuer-Debatte zu Wort gemeldet – damals stand aber noch eine Erhöhung auf über 1150 Prozentpunkte im Raum. Esser sah daraufhin das Ziel des MWB gefährdet, die Mitglieder mit sicherem, bezahlbarem Wohnraum zu versorgen. Die Genossenschaft hat nach eigenen Angaben rund 8800 Mitglieder und vermietet gut 5300 Wohneinheiten.

rku