Zusammenfassung
- In Mülheim hat mit dem Frühlingswetter die Eissaison begonnen, wobei die meisten Eisdielen ihre Preise stabil halten, einige jedoch die Kugel leicht verteuert haben.
- Viele Cafés bieten neue Eissorten und Spezialitäten an, darunter Klassiker und originelle Kreationen wie Black-Pott-Steinkohle-Eis oder saure Apfelringe.
- Je nach Standort kostet die Kugel zwischen 1,50 und 1,80 Euro, wobei der Preis oft auch davon abhängt, ob das Eis mitgenommen oder vor Ort gegessen wird.
Der Frühling kündigt sich mit Macht an in Mülheim. Dass der Winter sich allmählich verabschiedet, fällt besonders vor und in den Eiscafés auf. Viele haben schon geöffnet, die Inhaber erhoffen sich von dem frühlingshaften Wetter in dieser Woche erneut einen größeren Andrang. Wie viel Euro muss ich für eine Kugel einplanen? Und auf welche Sondersorten darf ich mich freuen? Wir haben bei einigen Eisdielen in Mülheim nachgefragt – und geben den Überblick.

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Insgesamt lässt sich festhalten: Die Preise bleiben überwiegend stabil, nur in einigen Eisdielen ist die Kugel etwas teurer geworden. Im Eiscafé Ischia, das als Saarns zweites Wohnzimmer gilt, zahlen Kundinnen und Kunden weiterhin 1,50 Euro für eine Kugel. Neue Eissorten gibt es (noch) nicht, „aber wir haben schon ganz viele“, sagt Inhaberin Micaela Montagna. „Darunter auch Limoncello, Mascarpone-Waldfrucht und Schoko-Rum. Das sind unsere Klassiker.“
Eissaison in Mülheim: In Dümpten und Saarn bleiben die Preise unverändert
Auf demselben Preislevel wie in Saarn bewegt sich die Kugel im Eiscafé Senatore an der Heiermannstraße in Dümpten, das sich wie das Ischia schon Ende Februar aus der Winterpause zurückgemeldet hat. Auch hier müssen Kunden 1,50 Euro hinlegen. Allein bei den Sondersorten, die alle paar Wochen im Wechsel ins Angebot aufgenommen werden, variiert der Preis. Senatore hat die Saison mit der Sorte „Lotus Biscoff“ eröffnet.

Beim Café Delight, das Ende des vergangenen Jahres von Stammkunden übernommen wurde, zahlen Kunden ebenfalls 1,50 Euro für eine Kugel – jedenfalls, wenn sie ihr Eis mitnehmen wollen. Wer seine Kugeln im Innenbereich des markanten Fachwerkhauses oder auf der Terrasse genießen möchte, muss in diesem Jahr 1,90 Euro und damit zehn Cent mehr zahlen als im Vorjahr. Ansonsten gebe es keine Anpassungen, die Preise sollen sich weiterhin auf dem Niveau der vorherigen Betreiber bewegen, heißt es.
Erste Winterpause im Café Plati
Etwas teurer geworden ist die Kugel im Café Plati auf der Schleuseninsel in der Stadtmitte, nur wenige Meter entfernt von der Ruhr. An einem Mittwochvormittag Ende Februar stand hier bereits eine Gruppe von Mädchen in der strahlenden Sonne Schlange und deckte sich mit dem ersten Eis des Jahres ein. „Wir sind ein bisschen überrascht worden von dem schönen Wetter“, sagte Inhaber Christian Trübcher, der den Kugelpreis zur neuen Saison um zehn Cent auf 1,70 Euro erhöht hat. Zum ersten Mal hat das Plati in diesem Winter eine Pause eingelegt. Seit dem 26. Januar sind die Türen wieder geöffnet.
Das haben wir zwei Jahre lang nicht angeboten, weil wir dabei sind, einen eigenen Eisbecher zu machen. Die Nachfrage war aber sehr groß.
Christian Trübcher, Inhaber des Eiscafé Plati, über das Black-Pott-Steinkohle-Eis
Seit einigen Wochen können Kunden auch auf der Terrasse Platz nehmen. Wie schon im Vorjahr bietet das Traditionscafé an der Schleuseninsel eine Sorte des Monats an. „Damit waren wir super zufrieden, das Konzept haben wir beibehalten“, erklärt Trübcher. Den Start macht Tiramisu, ab März soll es dann auch jeden Monat wechselnd einen Spezialitäten-Becher geben.
Black-Pott-Steinkohle-Eis kehrt bei Plati an der Schleuseninsel zurück
Freuen dürfen sich die Plati-Kunden in diesem Jahr auch wieder auf das Black-Pott-Steinkohle-Eis – ein schwarzes Vanilleeis. „Das haben wir zwei Jahre lang nicht angeboten, weil wir dabei sind, einen eigenen Eisbecher zu machen“, sagt Trübcher. „Die Nachfrage war aber sehr groß.“

Eine Preisanpassung gibt es auch beim Eiscafé Calabria in Styrum. Zumal auch die Rohstoffe teurer geworden seien, sagt Mario Acri. „Bei den Eisspezialitäten sind wir mit den Preisen gleichgeblieben, die Kugel haben wir nach drei Jahren um zehn Cent auf 1,70 Euro erhöht.“
Inspirationen für die neue Saison haben sich der Junior-Inhaber und sein Bruder zuletzt auf der Gelatissimo-Messe in Stuttgart geholt. „Wir werden in diesem Jahr die ein oder andere verrückte Sorte herstellen“, erklärt Acri. Zartbitterschokolade aus der Karibik, Mousse au Chocolat und Käsekuchen hat Calabria aktuell schon wieder als Spezialsorten im Angebot.
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Saure Apfelringe sind „der Renner“ in Styrum
„Auch der Renner sind die sauren Apfelringe“, sagt Acri. Die Sorte sei eigentlich vorwiegend für Kinder gedacht gewesen, im vergangenen Jahr aber auch von älteren Kunden sehr gut angenommen worden. Seit Ende Februar hat Calabria auch seine zweite Eistheke geöffnet, die andere steht den Kunden das komplette Jahr zur Verfügung.
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Bei einem Preis von 1,60 Euro pro Kugel geblieben ist das Eiscafé Rizzardini in Broich, er soll in diesem Jahr auch nicht mehr steigen. Seit Mitte Februar hat das Rizzardini, das Gian Luca Tascedda Ende 2024 übernommen hat, geöffnet. In der vergangenen Woche hatte Tascedda schon Erdbeere-Orange-Karamell im Angebot, in dieser Woche soll es Pistazie mit weißer Schokolade als neue Sorte geben.
Teuerste Kugel im Rhein-Ruhr-Zentrum: So viel kostet sie
Am teuersten bleibt die Kugel im Eiscafé Ca’d’Oro im Rhein-Ruhr-Zentrum mit 1,80 Euro zur Mitnahme. Im Vorjahr kostete sie noch zehn Cent weniger. Wer seine Kugel vor Ort genießen möchte, zahlt zwei Euro. Die ganze Karte sei teurer geworden, sagt uns eine Mitarbeiterin.










